VdK - Klimawandel, Spaltung der Gesellschaft und Gefahr von Altersarmut kamen zur Sprache Gewichtige Themen zur Weihnachtsfeier

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dj
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Anneli Neher trug bei der Jahresabschlussfeier des VdK-Ortsverbandes Heppenheim in Mundart vor. © Jährling

Erbach. Viele Mitglieder waren der Einladung zum Jahresabschluss des Heppenheimer VdK-Ortsverbandes im Gasthof Jäger gefolgt, sodass der Saal proppenvoll war. Vorsitzende Sylvia Lulay begrüßte bei Kaffee und Kuchen die Gäste, darunter den städtischen Behindertenbeauftragten Helmut Bechtel und die VdK-Kreisvorsitzende Ingrid Filbert, die zum Schluss der Veranstaltung noch zahlreiche Ehrungen vornahm.

Erinnerung an Fall der Mauer

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In ihrem Jahresbericht dankte Lulay dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. „Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Hoffen wir, dass die Probleme Klimawandel, Armut und Spaltung der Gesellschaft ihre Lösung finden“, so Lulay. Sie erinnerte auch an den Mauerfall vor 30 Jahren und die darauf folgende Freiheit für die Menschen im wiedervereinigten Deutschland. Alte Denkweisen würden dieses Privileg gefährden. „Ein kluger Kopf hat gesagt: Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. Lassen wir es nicht soweit kommen“, merkte die Vorsitzende an.

Lulay erinnerte in ihrem Totengedenken stellvertretend an Käte Dietl, die 65 Jahre im Ortsverband Heppenheim Mitglied war, und an Hermann Bauer, der Gründungsmitglied war und mehr als 20 Jahre den Ortsverband Kirschhausen-Sonderbach vorstand.

Helmut Bechtel entrichtete Grüße für die Stadt Heppenheim und bemerkte, dass der vor nicht allzu langer Zeit fertiggestellte Kreisel nach Erbach von der Stadt finanziert worden sei. „Wenn wir auf Hessen Mobil gewartet hätten, dann würde es jetzt noch keinen Kreisel geben“, so Bechtel.

Große Vermögen höher besteuern

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Bevor Vorstandsmitglied Eberhard mit einem Gedicht in die besinnliche Vorweihnachtszeit einstimmte, wies er darauf hin, dass auf den Tischen Postkarten des VdK Deutschland ausgelegt waren, die die „Rente für alle“ zum Thema hatten. Hier fordert der Sozialverband: Altersarmut müsse durch eine höhere Besteuerung von großen Vermögen und Einkommen bekämpft werden.

Anneli Neher trug in Mundart vor. Alte Heppenheimer wissen freilich ohnehin, dass es zweierlei „Guts“ (nämlich Bonbons und Weihnachtsgebäck) gibt. Ein besinnliches Gedicht las Erika Unger vor. Viel Applaus gab es für die Vorführungen der Stadtakrobaten des Turnvereines Heppenheim und für die Fürther „Rope Skipper“. Zu einem musikalischen Beitrag von Dieter Groh stimmten zum Schluss alle ein. dj