Närrisches - Zugmarschall Weiser über die aktuelle Lage Fastnacht ohne Umzug – einfach schade

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fran
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Heppenheim. Mehrere zehntausend Narren stehen am Straßenrand, feiern ausgelassen und schunkeln zu den bekannten Gassenhauern. Kinder strecken sich nach Eis, Bonbons oder Popcorn. Musikalisch untermalt wird das vierfarbbunte Treiben von zahlreichen Kapellen. So kennen die Hepprumer ihre Straßenfastnacht. Am 14. Februar, dem Fastnachtssonntag, wäre es wieder soweit. „Nur die wenigsten haben in diesen schweren Zeiten aber die Fastnacht im Sinn“, weiß auch Heppenheims Obernarr, Zugmarschall Norbert Weiser. „Deshalb müssen wir den Leuten zeigen, dass trotz Corona etwas gemacht wird.“

Etwas enttäuscht, aber nicht planlos: Zugmarschall Norbert Weiser und Schirmherr Hans-Peter Rauen alias Hans-Peter, der Brotteigkneter. © Lotz

Buttons und Ersatzprogramm

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Sichtbar wird dies in erster Linie durch die „Fastnacht-Dehoam-Buttons“, die zum Preis von 2,50 Euro bei Getränke Weiser, der Bäckerei Rauen, der Metzgerei Wohlfahrt, im Café Fachwerkstuben, im Nähkästchen, bei Raumausstattung Fischer, im Blumenland Herdt sowie im Stadthaus erhältlich sind. Außerdem informieren die Narren vereinsübergreifend auf der Homepage www.hepprumerfastnacht.de über ihre Aktivitäten in der Kreisstadt.

Für das Fastnachtswochenende sind eine virtuelle Sitzung (Samstag) und ein Umzug im Streaming-Format (Sonntag) geplant. Sahnehäubchen soll die Live-Übertragung eines Fastnachtsgottesdienstes aus der Kirche St. Peter sein, wofür noch nicht alle Details geklärt sind. Noch nicht komplett festgezurrt ist auch die Organisation des gesamten Wochenendes. So wurden zahlreiche Ideen und Gedankenspiele wieder zu den Akten gelegt – infolge der dynamischen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen der vergangenen Wochen. Ein kleiner realer Umzug, wie er einmal angedacht war, ist ebenso unmöglich wie der gemeinschaftliche Wagenbau. Selbst die Dreharbeiten der einzelnen Vereine im Vorfeld von Sitzung und Umzug sind alles andere als leicht.

„Das ist einfach total schade“, klagt der Zugmarschall. Die Videokonferenzen könnten die zwischenmenschlichen Begegnungen und den persönlichen Absprachen nur bedingt ersetzen, meint Weiser: „Ich habe es viel lieber live.“ So ganz hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er am 14. Februar gemeinsam mit Schirmherr Hans-Peter Rauen, alias „Hans-Peter, der Brotteigkneter“, zumindest den virtuellen Umzug live moderieren kann.

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Samstags wird das Duo hingegen ins zweite Glied rücken. „Der Hutzelschweizer Boijemoaschder Holger Mitsch wird dann als Präsident durchs Programm führen“, kündigt Weiser an. Als Studio für die Samstagabendshow soll der Keller von Weisers Getränkefachmarkt dienen – fastnachtlich dekoriert und Corona-konform ausgestattet. „Der Raum hat eine gute Lüftungsanlage mit Frischluftzufuhr“, sagt Norbert Weiser. fran