Verkehr - Der ADFC stößt mit Anregungen bei der Stadt auf offene Ohren / Neue Markierungen sorgen für mehr Sicherheit Erste Gefahrenstelle entschärft

Von 
reb
Lesedauer: 
Mit den neuen Markierungen in der Kurve Kalterer Straße/Im Schlüssel, die die Stadt anbringen ließ, ist der ADFC Bergstraße zufrieden. © Lotz

Heppenheim. Kommunikation statt Konfrontation: Darauf setzte der neue Vorstand des ADFC Bergstraße, als er sich vor wenigen Wochen mit dem Heppenheimer Bürgermeister Rainer Burelbach zusammensetzte. Dabei machten die Radfahrer auf mehrere Gefahrenstellen in der Kreisstadt aufmerksam. Und siehe da: Einer aus Sicht des ADFC gefährlichsten Punkte in Heppenheim wurde mittlerweile entschärft, die Kurve Kalterer Straße/Im Schlüssel.

AdUnit urban-intext1

An dieser Stelle verlassen viele Radfahrer die Straße in Richtung Unterführung zur Nordstadt. Hier sah der ADFC Schüler, Erwachsene und Senioren besonders gefährdet: Autos würden die Kurve häufig schneiden und den Radfahrern beim Abbiegen in die Unterführung ein Schutzraum fehlen. Außerdem sei das Tempolimit nicht angemessen, meinte Friedhelm Höcker und forderte in erster Linie Markierungen. „Damit sind Autofahrer optisch angehalten, die Kurve nicht zu schneiden“, hofft der ADFC-Vorsitzende.

Schilder folgen noch

Mit seinen Anregungen fand der Verein Gehör bei der Behörde – in dieser und der vergangenen Woche wurden bereits Markierungen auf die Fahrbahn aufgetragen. „Gemeinsam mit dem ADFC haben wir eine markierungstechnische Lösung für Radfahrer abgestimmt, die vom Bahnhof kommend in die Nordstadt abbiegen“, teilte die Stadt Heppenheim mit. Am Freitag wurde damit begonnen.

„Zur besseren Verkehrsführung wurde dabei eine Mittellinie und eine sogenannte Abbiegetasche für Radfahrer markiert“, so Pressesprecherin Uta Nack-Domesle. Die restlichen Markierungsarbeiten – die Einfärbung der Abbiegetasche mit Linksabbiegerpfeil und Radfahrer-Piktogramm – wurden am Montag erledigt. „In Kürze installiert der Bauhof noch eine entsprechende Beschilderung zur besseren Beachtung der Radfahrer aus beiden Fahrtrichtungen“, so Nack-Domesle.

AdUnit urban-intext2

Die unkomplizierte Lösung des Problems kam beim ADFC Heppenheim gut an. „Wir freuen uns, dass die Stadtverwaltung Heppenheim die Gefahrenstelle in bemerkenswert schneller Weise konsequent entschärft hat“, so Vorsitzender Friedhelm Höcker.

Gleich am Sonntag führte der Ortsverband eine Begutachtung durch. „Es fiel auf, dass gerade Autos aus dem Schlüssel in Fahrtrichtung Bahnhof durch das Abfahren der Kurvenlinie in der Geschwindigkeit deutlich angepasster gefahren sind“, so Höcker weiter. Radfahrer könnten nun auch besser warten, bis der Pkw-Verkehr vorbeigefahren sei, bevor sie in Richtung Unterführung weiterfahren. „Trotz des starken Verkehrs war die Situation deutlich entspannter“, lobte der Vorsitzende. Eine der größten Gefahrenquellen sei nun entschärft.

AdUnit urban-intext3

Natürlich ist dies aus Sicht des ADFC Bergstraße nicht der einzige neuralgische Punkt. „Wir werden weiterhin bemüht sein, durch Nennung gefährlicher Stellen einen Beitrag dafür zu leisten, das Fahren für Radfahrer in Heppenheim sicherer zu machen“, so Höcker. Besonders die Kreisel seien für Radler eine Herausforderung. Doch fürs Erste ist der Verein glücklich und seinem Ziel wieder ein Stück näher: die Lust zu wecken, im Alltag lieber mit dem Rad zu fahren. reb