Wettbewerb - Jan Schäufele, Clara Weis und Lina Schäfer haben sich für den Landesentscheid von „Jugend musiziert“ qualifiziert Erfolgreiche Musikschüler

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fran
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Nachwuchs-Trompeter Jan Schäufele hat sich mit dem ersten Platz beim Regionalentscheid von „Jugend musiziert“ für den Landesentscheid im März qualifiziert. © Musikschule Heppenheim

Heppenheim. Die Corona-Pandemie hat das gesellschaftliche und kulturelle Leben mächtig durcheinandergewirbelt, in weiten Teilen gar zum Stillstand gebracht. Auch die Schüler und Lehrer der städtischen Musikschule müssen seit fast genau einem Jahr improvisieren. Umso größer ist die Freude bei allen Beteiligten, dass die Einrichtung auch in Corona-Zeiten erfolgreich ist. Bester Beweis hierfür sind drei erste Plätze beim digitalen Regionalentscheid von „Jugend musiziert“.

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„Unter diesen besonderen Bedingungen derartige Erfolge zu erzielen, ist schlichtweg eine super Leistung“, lobt Schulleiter Thomas Markowic seine Schützlinge Jan Schäufele (Trompete), Clara Weis (Violine) und Lina Schäfer (Klavier). Besonders hervor hebt Markowic die Eigeninitiative der drei Schüler sowie deren Familien: „Die Videos für den Wettbewerb wurden allesamt im häuslichen Umfeld aufgenommen, die Teilnahmen wurden überhaupt im familiären Rahmen organisiert. Alles in allem kann ich vor den Schülern und ihren Eltern nur den Hut ziehen.“

Wunderbares Gespür und viel Fleiß

Noch tiefere Einblicke in die Vorbereitung und die Organisation gewähren derweil die drei Lehrer der erfolgreichen Schüler. „Ab den Sommerferien 2020 hat sich Jan auf den Wettbewerb vorbereitet. Obwohl er erst zehn Jahre alt ist, hat er ein wunderbares Gespür für Musik und Stilistik und bringt den nötigen Fleiß mit, um bei einem solch großen Wettbewerb bestehen zu können“, sagt Trompetenlehrer Johannes Würmseer.

Natürlich habe sich sein Schützling zunächst auf einen „richtigen Wettbewerb mit Publikum und Jury“ vorbereitet. „Doch dann kam es ja anders und wir waren gefordert, ein Video des Vortrags einzureichen.“ Da zwischen Kontaktbeschränkungen, Ferien und Abgabetermin nur eine Woche Zeit gewesen sei, habe Jan sein Programm mit nur einem „Drehtermin“ eingespielt – begleitet von Klavierlehrerin Margarete Schurmann-Spengler.

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„Top vorbereitet mit Mitspielaufnahmen und Online-Unterricht hat er nervenstark den ersten Satz der Sonate von James Hook und drei Sätze der Sonata in B von J. B. Loeillet hervorragend aufgenommen“, lobt Würmseer. Zugleich kündigt er an: „Nun wird Jan in den kommenden vier Wochen seinen Wettbewerbsbeitrag weiter perfektionieren und hofft auf die Anerkennung der Landesjuroren.“

Ähnliche Worte finden Silke Schulder, Lehrerin für Geigenunterricht, und Margarete Schurmann-Spengler für Clara und Lina, die als Duo erfolgreich waren. „Da es uns durch die Beschränkungen nicht möglich war, die Mädels regelmäßig im Unterricht in der Musikschule zusammenzuführen und sie auch noch abwechselnd in Quarantäne waren, haben wir sie nur einzeln und auch nur im Online-Unterricht gesehen.“ Das Duo habe sich gegenseitig Aufnahmen ihrer jeweiligen Stimme zum „Dazuüben“ geschickt. „Im Januar ist es uns dann endlich gelungen, sie bei sich zu Hause in mehrstündigen Samstagsproben zusammen üben zu lassen und wir Lehrer haben uns über „Teams“ dazu geschaltet, um die beiden in ihrem Zusammenspiel coachen zu können“, berichten die beiden Lehrerinnen. Ihr Urteil lautet: „Das hat auch sehr gut geklappt.“

Große Fortschritte gemacht

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Danach haben Clara und Lina ihre vier Stücke auf Video aufgenommen und diese Aufnahmen den Lehrerinnen zur Verfügung gestellt. „Diese haben wir dann noch mal beurteilt und unsere Tipps gegeben.“ Herausgekommen sei letzten Endes ein „recht gutes Video“ – was angesichts des ersten Platzes fast schon etwas untertrieben klingt. Unabhängig vom Erfolg beim Landesentscheid, der aller Voraussicht nach im März abermals digital stattfinden wird, konstatieren Schulder und Schurmann-Spengler: „Die Mädels haben große Fortschritte gemacht.“ fran