Region im Trend: Radfahren ist in diesem Frühjahr das Mega-Thema Der Drahtesel kommt zu neuen Ehren

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Karl-Josef Bänker

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Bergstrasse. Heute ist dieser Zeitung die 28-seitige Beilage "Region im Trend" beigefügt. Das Thema Radfahren nimmt darin breiten Raum ein. Die Fahrrad-Industrie brachte in diesem Jahr eine Vielzahl neuer Produkte auf den Markt. In der Beilage wird außerdem ein hochwertiges Mountain-Bike verlost.

Radfahren ist auch deswegen ein Mega-Trend in diesem Frühjahr, weil am 17. Mai die Bergstraße zwischen Zwingenberg und Heppenheim wieder autofrei ist.

Die Finanzkrise tut ihr Übriges, dass das Rad als Verkehrsmittel an Bedeutung gewinnt. Ein Neukauf ist auch ohne Abwrack-Prämie attraktiv. Wer Rad fährt, hält sich fit, schont den Geldbeutel und tut etwas für die Umwelt.

Allesamt "Überzeugungstäter"

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Diese Erkenntnis ist nicht neu. Der BA fragte einige langjährige Radfahrer, die man häufig im Sattel sieht. Es handelt sich dabei samt und sonders um "Überzeugungstäter".

Vielleicht bringen deren Aussagen einen Motivationsschub beim Leser, mal wieder den alten Drahtesel aufzupumpen, der in der in der hintersten Ecke der Garage im Dornröschenschlaf war - oder man schaut man beim Fachhändler rein und lässt sich erklären, was es in den letzten Jahren an Entwicklungen gab. Man wird wird erstaunt sein!

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Klaus Jäger, Bürgermeister in Lorsch: Ich fahre Fahrrad, weil mir die Bewegung bei einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit in der Stadtverwaltung gut tut. Außerdem bin ich der Meinung, dass das Rad ohnehin in einer Stadt wie Lorsch das angesagte Verkehrsmittel ist. Binnen kürzester Zeit ist jeder Punkt bequem zu erreichen. Es tut auch der Umwelt gut, das Auto stehen zu lassen.

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Den Wagen benutze ich bei schönem Wetter nur zu längeren Fahrten. Das Fahrrad ist mein Dienstfahrzeug innerhalb der Stadt. Zugegeben: Wenn es wie aus Kübeln gießt, dann setze ich mich doch lieber ans Steuer.

Monika Hälker, Journalistin in Bensheim: Sport macht Spaß. Gehirnforscher wissen seit langem, dass durch Bewegung Glückshormone freigesetzt werden. Radfahren gibt mir die Möglichkeit, mich zu bewegen und bei Stress auch zwischendurch und ohne großen Aufwand für einen Ausgleich zu sorgen. Vor allem im Frühjahr sind Radtouren durch die Natur eine Kraftquelle.

Detlef Kannengießer, Stadtverordneter der GUD in Zwingenberg: Ich fahre sehr gerne Fahrrad, weil so viele gute Gründe dafür sprechen. Am liebsten verbinde ich Transport mit Sport und fahre mit meinem Rad zum Beispiel zu jeder sich bietenden Gelegenheit einkaufen. Vier Getränkekästen sind gar kein Problem, denn ich habe einen kleinen Anhänger.

Mein Dreigang-Rad ist mittlerweile 32 Jahre alt. Ich hatte es zur Konfirmation bekommen. Mittlerweile dürften einige Tausend Kilometer drauf sein. Außerdem habe ich ein Rennrad und ein Mountain-Bike.

Christine Klein, Vorsitzende der Bensheimer SPD-Fraktion: Mir ist das Radfahren in Fleisch und Blut übergegangen. Ich bin mit meinem Fahrrad auf kurzen Strecken einfach viel schneller und flexibler und ich brauche keinen Parkplatz zu suchen. Es ist viel billiger und Umwelt schonend. Ich bin an der frischen Luft und bewege mich. Außerdem sehe ich viel mehr von der Umgebung. So tue ich ganz viel für mich und meine Gesundheit, für alle anderen Menschen und die Umwelt. Deshalb ist es so selbst verständlich, dass ich mit dem Fahrrad fahre.

Michael Martin, Sirona-Betriebsratsvorsitzender: Das Fahrrad ist eine der interessantesten technologischen Entwicklungen. Es ermöglicht mit eigener Kraft große Distanzen in kurzer Zeit zurückzulegen und dabei die Umwelt intensiv zu erleben. Das Radfahren übt eine enorme Faszination aus: Man muß sie erfahren!

Ich war schon immer vom Fahrrad begeistert. Insbesondere auch, weil ich mit einfachen Möglichkeiten und handwerklichem Geschick meine Räder selbst reparieren und warten kann.

Immerhin besitze ich vier unterschiedliche Fahrräder. Der geringe Kostenfaktor ist im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln unschlagbar. Ganz tolle Erlebnisse und Urlaube gab es zum Beispiel mit unserem Tandem.