Herbstferienspiele - Zum Angebot gehört auch das Erlernen von Hip-Hop-Choreografien in einer Tanzschule Coole Rhythmen und stylische Moves

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rid
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Tanzlehrer Udo Wanzel (grüne Hose) bringt den Kindern Hip-Hop-Moves bei. © schumacher

Heppenheim. Die Herbstferien zeichneten sich in den vergangenen Tagen durch ganz besonders trübes Schlechte-Laune-Wetter aus. Wohl dem Kind, dem da ein kunterbuntes Unterhaltungsprogramm geboten wird. In den Genuss kommen derzeit rund 25 Mädchen und Jungen zwischen sieben und zwölf Jahren, die in dieser Woche bei den Herbstferienspielen der Stadt Heppenheim mitmachen.

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Coole Rhythmen ertönen aus den Räumlichkeiten der Tanzschule Kretzschmar. Der neugierige Blick in den Saal mit dem großen Spiegel zeigt: Hier wird eifrig getanzt. Und zwar richtig „stylisch“, wie ein Junge verrät. Stylisch? Das heißt, dass weder Walzer noch Cha-Cha-Cha angesagt sind, sondern eher Breakdance und Hip-Hop-Moves. Klar, dass da auch die Jungs unter der Leitung von Udo Wanzel eifrig mitmachen.

Zum Enstpannen zwischendrin wird „Menschen-Memory“ gespielt, wie Betreuer Benny Schalthöfer erklärt. Und natürlich hat auch das etwas mit Bewegung zu tun. Immer pärchenweise sollen sich die Kinder zusammenfinden – ruhig auch mal ein Junge und ein Mädchen, meint Wanzel. Gekicher. „Ihr müsst euch nicht anfassen, ihr müsst auch nicht knuddeln“, nimmt Wanzel den Kids die Berührungsängste. Dann klappt es. Pro „Pärchen“ denken sich die Kinder eine Bewegung aus, dann mischen sie sich auf der Tanzfläche wild durcheinander, und ein Kind, das draußen gewartet hat, „deckt die Karten auf“. Das bedeutet, ein Teilnehmer wird ausgedeutet, muss seine Bewegung machen, ein zweiter wird aufgerufen und macht seinen Move. Passen beide zusammen, ist es ein Pärchen. Wenn nicht, wird weiter geraten. Eine schöne Herausforderung für die grauen Zellen.

Begonnen hatte die Ferienspielwoche am Montag weniger schweißtreibend. Gemeinsam wurde gebastelt. Mit ihren Wollmonstern trafen die Betreuer Anna-Sophie Bohrer und Benny Schalthöfer ins Schwarze. Die Kinder waren von der Idee so begeistert, dass sie gar nicht mehr aufhörten, die bunten Wuschel zu basteln. „Sie haben sogar noch Wollreste von daheim mitgebracht, am nächsten Tag in der ,Oase’ gebastelt und am übernächsten Tag bei der Busfahrt nach Fürth“, erzählt Schalthöfer. Am Freitag, nach dem gemeinsamen Abschlussbrunch, werden die besten Monster gekürt.

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Natürlich stand auch das Kochen wieder auf dem Programm. Gemeinsam wurde geschält, geschnippelt, gerührt und belegt, bis Kartoffel-Karotten-Suppe und Pizza verspeist werden konnten. Viel Spaß hatten alle beim gemeinsamen Ausflug zur Modellbahnwelt in Fürth. Begeistert bewunderten die Mädchen und Jungen die Miniaturstädte und -landschaften, durch die sich die Modelleisenbahnen bewegen. Später durften sie selbst kleine Häuser bauen. Da brauchte es allerhand filigrane Handarbeit.

Arik Beer von der Jugendförderung der Stadt freute sich über die wieder einmal große Resonanz auf das Angebot. Für ihn sind es die zweiten Herbstferienspiele, seit er vor gut einem Jahr seine Stelle angetreten hat. Damals fand das Angebot noch im „K2“ in der Karlstraße statt. Mittlerweile ist einiges passiert. Die Stadtjugendpflege heißt inzwischen Jugendförderung und ist aus dem „K2“ ausgezogen. Nun spielt sich alles in der sanierten und aufgehübschten „Oase“ an der Weiherhausstraße ab. Dort gibt es zweimal wöchentlich den öffentlichen Treff. Demnächst kommt der Youngster-Treff hinzu, und auch für Ältere soll es ein Angebot geben. Mehr verraten wird unter anderem am Halloween-Sonntag in der Heppenheimer Fußgängerzone. rid