Kultur - Vier Heppenheimer Chöre geben am 1. September im Saalbau zwei gemeinsame Konzerte / Spirituals, Rock, Klassik-Pop und A-cappella-Gesang 170 Sänger auf einer Bühne

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jn
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Vorfreude bei Sängerinnen und Sängern, die am 1. September zusammen zwei Konzerte im Saalbau geben. © gutschalk

Heppenheim. Landauf, landab sind seit Jahren dieselben Klagen zu vernehmen: Mangels Nachwuchs geben Gesangsformationen mit langer Tradition auf, werden die Noten in die hinterste Ecke verbannt und die Taktstöcke an den Nagel gehängt. Nicht so in Heppenheim.

Begegnung auf Augenhöhe

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„Wir jammern nicht“, heißt es unisono sowohl beim Kinder- und Jugendchor und bei der Formation Querbeat als auch beim PopChor 21 und den New Harmonists. Die hoch motivierten Ensembles begeistern mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten im Repertoire ein ums andere Mal ihr Publikum, haben viel Zulauf und bewegen sich auf Augenhöhe, wenn sie miteinander wetteifern. Beste Voraussetzungen also, zum ersten Mal ein vereinsübergreifendes Projekt zu starten: das „Concert Fo(u)r Fun“ am Sonntag, 1. September, im Saalbau.

„Vier Chöre zum Preis von einem“, hatte schon beim Auftritt des Popchors beim Weinmarkt Moderatorin Monika Hebbeker für das Event geworben. Damals gab es die ersten Karten, mittlerweile stehen auch die Vorverkaufsstellen fest. Beim Fototermin vor dem Ort des Geschehens erinnerte sich Initiator Jürgen Rutz, der Leiter des PopChors, an die Gründe, die ihn bewogen haben, bei den Kollegen am Dirigentenpunkt in Sachen Gemeinschaftskonzert Stimmen zu sammeln: „Nicht jede Stadt hat Chöre mit so vielfältigem Repertoire wie Heppenheim. Das sollte man doch mal der Öffentlichkeit zeigen.“

Gedacht, getan. Beim traditionellen Abschlusskonzert der Heppenheimer Musikwochen mit dem Kinder- und Jugendchor sowie dem Ensemble Querbeat am dritten Advent habe er seine Idee Chorleiter Helmut Vorschütz vorgetragen. „Ich habe spontan ja gesagt“, bestätigte Vorschütz. „Die Chance, so viele Sänger auf der Bühne zu erleben, sollte genutzt werden.“

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170 Mitwirkende werden es sein, die bei zwei Auftritten am 1. September ihre Leistungsfähigkeit beweisen wollen. Jede Formation wird fünf, sechs Beiträge liefern. Filmmusik, Musical, Spirituals, Rock oder Klassik-Pop, mit Klavierbegleitung oder a cappella: Kaum ein Genre wird in Heppenheim nicht gehegt und gepflegt. Songs von Queen erwägt Jürgen Rutz, etwa die „Bohemian Rhapsody“, die von 1700 Besuchern in der Erbacher Mehrzweckhalle bejubelt wurde. Abba-Hits verspricht Uschi Rudolf-Ambos von den New Harmonists, die beim jüngsten Konzert der Harmonie-Chöre im ausverkauften Festsaal im „Halben Mond“ Furore gemacht haben. Beim Kinder- und Jugendchor und der Formation Querbeat der jungen Erwachsenen, die teils seit fast 30 Jahren dabei sind, denkt Helmut Vorschütz vor allem daran, zu zeigen, wie der Weg junger Sänger, die als Kinder begonnen haben, über Jahrzehnte zu verfolgen ist – bis hin zu dem ambitionierten Ensemble, das sich mittlerweile selbst organisiert und bis zu sechsstimmig zu singen in der Lage ist. „Es wird garantiert ein tolles Erlebnis“, hat Querbeat auf seinem Facebook-Post schon angekündigt.

Die Chorleiter sind guter Dinge

Für die Chorleiter bleiben nur noch wenige Wochen für die Feinplanung, aber sie sind guter Dinge. Um die Logistik kümmern sich mit paritätischer Aufgabenverteilung die jeweiligen Vorstände: Ingo Grabarek, Viktor Winterhalter und ihre Mitstreiter für den PopChor, der sich im Januar 2000 unter dem Dach des Liederkranz Hambach gegründet hat, Uschi Rudolf-Ambos, Wanda Jäkle und ihr Team für die 2007 dem Gesangverein Harmonie entsprossenen New Harmonists sowie Berti Vorschütz, Barbara Lennemann und Kollegen für den Kinder- und Jugendchor.

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Es wird Getränke und Snacks geben. Den Erlös der Veranstaltung werden sich die vier Partner teilen, die allesamt hoffen, dass die fast 290 Plätze im Saalbau bei beiden Auftritten besetzt sein werden. jn