Gemeindevertretung - Das durch das ausgefallene Weihnachtsessen gesparte Geld geht an die Bensheimer Hilfseinrichtung

Tafel bekommt Spende aus Einhausen

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df
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Mariette Rettig von der Tafel in Bensheim freute sich über die Spende aus Einhausen, die Bürgermeister Helmut Glanzner und der scheidende Vorsitzende der Gemeindevertretung Ingo Bettels überreichten. © Funck

Einhausen/Bensheim. Einen Besuch statteten der scheidende Vorsitzende der Einhäuser Gemeindevertretung, Ingo Bettels, und Bürgermeister Helmut Glanzner der Tafel Bensheim ab. Sie kamen natürlich nicht mit leeren Händen. Sie hatten eine Spende über 1210 Euro mitgebracht. Das traditionelle Weihnachtsessen der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstandes fiel im letzten Jahr aus. Mit dem so eingesparte Geld sowie Spenden der Fraktionen wurde die Bensheimer Tafel, zu der auch Einhäuser Kunden kommen, bedacht. „Wir sind von der Arbeit der Tafel überzeugt“, so Inge Bettels und Helmut Glanzner ergänzt „Ein wirklich gutes Projekt für unsere Region“. Das Geld aus Einhausen wird für die nötige Müllentsorgung verwendet, erläutert Mariette Rettig, die engagierte Vorsitzende des Vereins Tafel Bensheim. Jährlich sind immerhin 11000 Euro von der Tafel zu bezahlen.

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Nicht nur in Coronazeiten hat die Bensheimer Tafel viel zu tun. Insgesamt 280 Kunden kommen am Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag. „Und die Zahl unserer Kunden nimmt ständig zu“, so Mariette Rettig. Hintergrund für die Entwicklung in diesen schwierigen Zeiten sei, dass Niedriglohn-Beschäftigte ihren Job verloren haben und jetzt auf die Tafel angewiesen sind. Trotz der Corona-Pandemie ist die Tafel nicht geschlossen. Weder beim ersten, noch beim jetzigen Lockdown. In und vor dem Anwesen in der Rheinstraße ist natürlich alles coronagerecht ausgestattet. Die Kunden stehen mit entsprechendem Abstand vor der Tür und es wird immer nur fünf Personen Einlass gewährt. Die zehn jeweils tätigen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hinter schützenden Plexiglasscheiben und tragen FFP2-Masken. Die Waren wurden im Vorfeld in Pakete verpackt, was schon bei der Vorbereitung viel mehr Arbeit bedeutet. „Damit dann der Ablauf schneller vonstattengeht“, so Mariette Rettig. Die angebotenen Waren nehmen sich jetzt die Kunden selbst. Interessant ist die große Hilfsbereitschaft. 235 ehrenamtlich Tätige stehen zur Verfügung, wobei immer neue Mitarbeiter den Weg zur Tafel finden und mithelfen wollen. Erfreulicherweise auch sehr viele Jugendliche. df