Spende - Entega spendet 1000 Euro an den Naturschutzverein für einen 500-Liter-Tank mit Pumpe Streuobstwiesenretter müssen Wasser nicht mehr schleppen

Von 
Jörg Keller
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Zur Bewässerung der Bäume auf Streuobstwiesen können die Helfer künftig einen Wassertank mit Pumpe einsetzen. Der Naturschutzverein wird diese mit einer 1000-Euro-Spende der Entega finanzieren. © Roth

Einhausen. Trockenheit im Frühjahr und Hitze im Sommer: Die extremen Wetterbedingungen der vergangenen Jahre machten auch den Bäumen auf den Bergsträßer Streuobstwiesen zu schaffen. Insbesondere in der Wachstumsperiode im Frühling benötigen die für die Natur wertvollen Gehölze jede Menge Wasser, berichtet Florian Schumacher. Er ist Vorsitzender des Naturschutzvereins Einhausen, unter dessen Dach auch die Bergsträßer Streuobstwiesenretter organisiert sind. Und die haben alle Hände voll zu tun, wenn es von März bis Mai wieder mal nur wenig regnet.

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Bis zu zweimal wöchentlich muss dann gegossen werden. Und so ein Baum benötigt schon seine 20 Liter. „Bei unseren Streuobstwiesen in der Ebene in Einhausen ist das von Hand noch alles machbar. Aber am Wambolder Sand in Bensheim das Wasser den Hang hinaufzutragen, ist schon eine Fitnessübung“, sagt Schumacher.

Und so freut man sich beim Naturschutzverein Einhausen über eine 1000-Euro-Spende der Entega. Mit dem Geld soll bis zum Frühjahr ein mobiler Wassertank mit Pumpe angeschafft werden. Das Behältnis soll 500 Liter fassen und auf einem Anhänger montiert werden können. Damit sich die Flüssigkeit beim Transport nicht aufschaukelt, muss der Tank im Inneren mit einer Schwallwand ausgestattet sein. Per Pumpe und Schlauch soll das Wasser daraus dann vor Ort direkt zu den Bäumen gelangen.

Für die aktiven Helfer der Streuobstwiesenretter dürfte das eine merkliche Arbeitserleichterung bedeuten. Immerhin kümmern sie sich auf den Einhäuser Wiesen um rund 100 Bäume, bei den Neuanpflanzungen in Bensheim sind es rund 150. Nach Angaben von Florian Schumacher gibt es aktuell rund 300 Unterstützer bei den Streuobstwiesenrettern. Um sich hier zu engagieren, muss man übrigens nicht zwangsläufig dem Einhäuser Naturschutzverein beitreten. Dieser hat aktuell rund 100 Mitglieder.

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Insgesamt spendet die Entega laut einer Pressemitteilung des Energieversorgers in diesem Jahr 12 000 Euro an gemeinnützige Organisationen in der Region. 2000 Euro fließen in den Kreis Bergstraße. Neben dem Naturschutzverein erhält auch der A.Z. Vogelpark in Lampertheim 1000 Euro. Dort sollen für den Spielplatz des Vereinsgeländes neue Spielgeräte angeschafft werden.

Wegen der Corona-Pandemie kann die Vorstandsvorsitzende der Entega, Marie-Luise Wolff, die Spende in diesem Jahr nicht persönlich überbringen.

Redaktion Redakteur, Ressorts Lorsch, Einhausen und Region