Kirchengemeinden - Ökumenisches Erntedankfest im katholischen Pfarrzentrum Seniorinnen feierten gemeinsam

Von 
Norbert Weinbach
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Die Helferinnen servierten zum ökumenischen Erntedankfest im Pfarrzentrum Hackbraten mit Zwiebelsoße, Bauernbrot und Gurken. © WEINBACH

Einhausen. Die Zeiten, als Einhausen in das protestantische Großhausen nördlich der Weschnitz und das katholische Kleinhausen südlich des Flüsschens geteilt war, sind schon lange vorbei. Aber in den Köpfen einiger älterer Bewohner des Ortes spiele die frühere Zweiteilung oft noch eine Rolle, sagte der katholische Pfarrer Klaus Rein im Rahmen des ökumenischen Erntedankfestes. Seniorinnen des Plauderstündchens aus Einhausen Nord, die normalerweise im evangelischen Gemeindezentrumtreffen zusammenkommen, hatten dazu die Seniorinnen im katholischen Pfarrzentrum besucht. Neben Klaus Rein nahmen der evangelische Pfarrer Christian Ferber sowie rund 30 Gäste teil.

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Passend zum Anlass waren die Tische mit Walnüssen, Kastanien, Zierkürbissen und Maiskolben herbstlich dekoriert.

Eingeladen waren die Seniorinnen auch zu einem gemeinsamen Essen. Dazu servierten die Helferinnen Hackbraten – „Hackbroure“ nannte das eine Einhäuserin im schönsten Dialekt. Der Braten wurde mit Zwiebelsoße verfeinert und zusammen mit Bauernbrot verzehrt. Apfelsaft, Wein und Mineralwasser gehörten auch zu dem Mahl.

Pfarrer Klaus Rein hatte die Gäste begrüßt, die trotz des Regenwetters gekommen waren. Man solle Erntedank nicht nur im Oktober feiern, es gebe immer Gelegenheiten, „Gott Dank zu sagen“. Mit einem Lied „von der schönen Erde“ stimmten sich alle Anwesenden auf diesen besonderen Nachmittag ein.

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Was Dankeschön bedeutet, habe Mark Twain einmal geschrieben, erinnerte Klaus Rein. Der Schriftsteller hatte sich nach einem Essen bei dem Kellner für die freundliche Bedienung bedankt. Der Ober versicherte, dass er das sein Leben lang nicht vergessen werde. In seinen 25 Berufsjahren habe sich noch niemand bei ihm für eine freundliche Bedienung bedankt.

Zum Erntedank passte auch eine Geschichte, die mit verteilten Rollen vorgelesen wurde. Sie handelte von einem Bauern, der sich bei Gott über das schlechte Wetter und den dadurch bedingten Ernteausfall beklagt hatte. Gott habe ihm angeboten, dass er das Wetter selbst machen solle. Gesagt getan. Gesät, gedüngt, bewässert und geerntet. Alles schien gut. Doch bei der Ernte stellte der Bauer fest, dass seine Getreideähren leer waren. Da erklärte ihm Gott, dass er bei seinem Bemühen den Wind vergessen habe, der bringe den Blütenstaub, um die Ähren zu befruchten. Da überließ der Landwirt dem lieben Gott wieder das Wettermachen.

Freie Autorenschaft Seit mehr als 40 Jahren als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen aktiv, Fotograf und Berichterstatter, im Regelfall waren/sind es Zeitungen die dem BA oder ganz früher, mit dem Echo verbunden waren. Berichterstattung meistens über Lorscher Vereine und Organisationen, früher auch Sport.