Grundschule an der Weschnitz - In den Neubau ist Leben eingezogen / Fünf Klassen und die Betreuung nutzen die modern ausgestatteten Räumlichkeiten Nicht nur Schulhund Leni fühlt sich pudelwohl

Von 
Jörg Keller
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Einhausen. Leni fühlt sich pudelwohl. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Königspudel von Lehrerin Stefanie Lang ist der Schulhund der Klasse 4a und durfte jetzt mit den Kindern in den neuen Erweiterungsbau der Grundschule an der Weschnitz umziehen. Und der der wuschelige Vierbeiner hat sogar ein Privileg. Im Gegensatz zu den Mädchen und Jungen darf Leni mit dem nigelnagelneuen Aufzug in den ersten Stock zum Klassenzimmer fahren. Für ewiges Treppensteigen sind die Beinchen der Hundedame nicht ausgelegt. Ansonsten ist der Fahrstuhl als barrierefreier Zugang – etwa für mobil beeinträchtigte Kinder und Lehrer –, sowie zum Transport von schweren Gegenständen reserviert.

Lüftungsanlage und Whiteboards

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Insgesamt fünf Klassen sind mittlerweile in den Neubau umgezogen, der am 14. Februar mit einer Einweihungsfeier offiziell eröffnet wurde. Die Räume sind allesamt hell, freundlich und mit aktueller Technik ausgestattet. Das Licht schaltet sich per Bewegungsmelder automatisch an, lässt sich bei Bedarf aber auch dimmen. Eine Volllüftungsanlage regelt das Raumklima. Die klassische Tafel wird durch ein interaktives Whiteboard ergänzt. Auf dieses können über ein Laptop beispielsweise Lehrmaterialien und eigene Inhalte projiziert werden. In dieser Woche sollen alle Lehrkräfte im Umgang damit geschult werden. „Ich habe schon angekündigt: Wer die Whiteboards nicht einsetzen möchte, muss mit seiner Klasse wieder in den Altbau umziehen“, sagt Schulleiterin Sandra Aust. Dort sind bislang nur zwei Räume mit der modernen Technik ausgestattet. Die übrigen Klassensäle sollen nach Angaben der Rektorin jedoch nachgerüstet werden.

In den beiden großen Zimmern der Schulbetreuung hängen jedoch bereits Projektoren. Von der Ausstattung – ein Raum in rot, der andere in hellgrün – ist Sandra Aust restlos begeistert. Die Regale sind auf Rollen frei beweglich. Es gibt gemütlichen Kissen. So können je nach Bedarf ruhige Leseecken oder Spielbereiche entstehen.

Gemütlich soll es auch im Ruheraum werden. Noch ist das Zimmer leer. „Die Möbel sind bestellt“, sagt Sandra Aust. Bequeme Sitzgelegenheiten in Wabenform sollen es den Kindern beispielsweise ermöglichen, ungestört und entspannt Geschichten zu lesen.

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Auf seine Inbetriebnahme wartet außerdem der große Mehrzwecksaal im Neubau. Stühle und Tische stehen noch gestapelt an der Seite. Genutzt werden soll er beispielsweise für Projektarbeiten. Außerdem soll er als Computerraum dienen. 30 Laptops werden dazu angeschafft, sagt Sandra Aust.

Bereits in Betrieb ist die Mensa. Frisch gekocht wird hier allerdings nicht, obwohl die angeschlossene Küche mit Profi-Edelstahlausrüstung das ermöglichen würde. Das Essen für die 90 Betreuungskinder im Rahmen des Landesprogramms „Pakt für den Nachmittag“ wird von einem Caterer geliefert, erklärt Sandra Aust. Die Tische und Stühle bieten gleichzeitig Platz für 75 hungrige Mädchen und Jungen. Gegessen wird in mehreren Schichten. Künftig wolle man den Kindern ermöglichen, je nach Hunger individueller das Mittagessen einzunehmen, erläutert die Schulleiterin. Die Küche werde dennoch benötigt, auch wenn dort die Speisen für die Mensa nicht hergestellt werden. Das Essen muss warmgehalten werden. Außerdem plane man im Rahmen von Projekten auch Koch- und Backaktionen mit den Schülern.

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Bewährt habe sich die Mensa auch schon als Veranstaltungsraum. Die ersten Elternabende haben bereits stattgefunden. Dabei kann auch der in dem Raum installierte Beamer genutzt werden.

Attraktive Bewegungslandschaft

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Bereits am Montag nach der Einweihung fand der erste Sportunterricht in der neuen Mehrzweckhalle statt. Für die Lehrer habe es eine umfassende Einweisung in die Handhabung der zahlreichen Geräte gegeben, so Sandra Aust. Begeistert ist die Schulleiterin von den Bewegungslandschaften als attraktivem Ersatz für das herkömmliche Zirkeltraining. Das knorrige Sprungbrett, von dem aus über Kästen gehüpft werden musste, und muffige Matten haben endgültig ausgedient. „Das ist jetzt alles viel kinderfreundlicher, fast wie ein kleiner Indoorspielplatz“, sagt Sandra Aust.

Jede Menge Bewegung soll in der warmen Jahreszeit auch im Außenbereich möglich sein. Noch ist der hintere Schulhof allerdings eine Baustelle. Bis Ende April soll hier jedoch ein attraktives Spiel- und Sportgelände entstehen. Geplant ist ein Multifunktionssportfeld mit einem weichen Gummiboden, Toren und Basketballkörben. Eine große Sandgrube soll Gelegenheit bieten zum Hineinspringen und Buddeln. Auch Bewegungs- und Spielgeräte sind geplant. Der Förderverein der Grundschule unterstützt die Ausstattung des hinteren Hofes mit 10 000 Euro, der Kreis Bergstraße stellt nach Angaben von Sandra Aust zusätzlich noch einmal die gleiche Summe zur Verfügung.

Auf dem Hof zwischen Alt- und Neubau sollen hingegen keine Spielgeräte aufgestellt werden. Am Freitag wurden kleine Teilbereiche des Pflasters wieder aufgerissen. Hier werden schon bald zwei Bäume gepflanzt.

Wenn der rückwärtige Bereich genutzt werden kann und daher auf dem Schulgelände in den Pausen nicht mehr so großes Gedränge herrschen wird, sollen auch wieder die beliebten Fahrgeräte wie Roller und Kettcars ausgegeben werden. Bis zur Fertigstellung des hinteren Hofes nutzt die Schule zudem weiterhin den Spielplatz neben dem Hallenbad als Ausweich-Pausenhof.

Redaktion Redakteur, Ressorts Lorsch, Einhausen und Region