Vereinsinitiative - Verschönerungen auch außerhalb des Zentrums vorgesehen / Rasthütte im Jägersburger Wald angeregt Mehr Glanz für Einhausens Mitte geplant

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Jörg Keller
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Die erstmalige Illumination des Alten Rathauses kam im vorigen Jahr gut an. Finanziert wurde sie durch den Verein „Einhausen lebenswert“. Künftig sollen auch die Bücherei und ein Baum am Marktplatz im Advent festlich beleuchtet werden. © Keller

Einhausen. Weihnachtlichen Glanz verströmte im Dezember vorigen Jahres erstmals das Alte Rathaus in Einhausen 2500 LED-Lampen tauchten das historische Gebäude in der Weschnitzgemeinde in ein festliches Licht. Fenster, Giebel und die Fachwerkkonstruktion im ersten Stock wurden von den Lichterketten umrahmt. Finanziert wurde die 3500 Euro teure Investition durch Spenden, die der 2018 gegründete Verein „Einhausen lebenswert“ gesammelt hatte.

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Zur Jahreshauptversammlung des kleinen Vereins – noch vor den Einschränkungen durch die Corona-Krise – hatte Bürgermeister Helmut Glanzner auch gleich ein großformatiges Bild mitgebracht, um das Projekt zu dokumentieren. Der Rathauschef ist kraft Amtes einer der beiden Vorsitzenden von „Einhausen lebenswert“. Ihm zur Seite steht als weiterer Vorsitzender Stefan Grimm, der ebenso wie der restliche Vorstand bei der jüngsten Sitzung einstimmig gewählt wurde.

Mehr Licht im Advent

Die Illumination des Alten Rathauses soll nur der Anfang eines weihnachtlichen Glanzes in der Ortsmitte sein. Der Verein plant, auch die Bücherei zur Adventszeit in ähnlicher Weise zu beleuchten. Zudem will man einen Baum am Marktplatz mit einem Lichternetz überspannen.

Daneben hat der Vorstand noch weitere Projekte im Blick. So plant man, an der Weschnitz sogenannte Relaxbänke aufzustellen. Spaziergänger sollen auf den ergonomisch geformten Sitzgelegenheiten künftig die Füße hochlegen können und die Atmosphäre an dem renaturierten Flüsschen genießen. Als Standort hat man unter anderem die Freifläche an der Senioren-Wohnanlage im Blick. Bei der Jahreshauptversammlung hatte Helmut Glanzner zur Ansicht schon Bilder verschiedener Modelle mit mitgebracht. Neben der Optik sei auch wichtig, dass die Sitzgelegenheiten robust sind, will man doch Schäden durch Vandalismus vorbeugen.

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Außerdem ist eine weitere Begrünung im Bereich der Weschnitz geplant. Dazu sollen auch Blumenkästen aufgestellt werden.

Rundes Haus soll Rastplatz werden

Im Jägersburger Wald plane man mittelfristig, das sogenannte „Runde Haus“ als zentralen Punkt für Spaziergänger und Radfahrer auszubauen – eventuell mit einer Rasthütte. Aktuell erinnert eine Holztafel an das erste Jagdschloss Jägersburg. Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt weihte am 8. September 1609 das als Jagdhaus bezeichnete Gebäude ein und taufte es auf den Namen Jägersburg. Diese Bezeichnung hält sich bis heute für das Waldgebiet.

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Die Beinamen „Rundes Haus“ beziehungsweise „Rondell“ erhielt das Gebäude durch seine runde Bauform. Kleine Fenster gab es nach allen Seiten hin auf zwei Stockwerken. Somit konnten Zuschauer das Jagdgeschehen zu allen Seiten hin mitverfolgen und die Schützen bequem auf das, ihnen zugetriebene, Wild anlegen.

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Im Jahr 1738 wurde das Jagdschloss Jägersburg als baufällig verkauft und daraufhin abgerissen. Noch heute ist das sternförmige Wegenetz um den runden Platz deutlich zu erkennen.

Intern plant der Verein eine bessre Außendarstellung mit einem eigenen Logo. Finanziert werden die Investitionen größtenteils durch Spenden. „Wir sind wirtschaftlich gut aufgestellt“, sagte Helmut Glanzner.

Stefan Grimm berichtete von einem Kassenstand in fünfstelliger Höhe. „Die geplanten Anschaffungen werden sich realisieren lassen“, ist er sich sicher. Die Kassenprüfer Bernd Hübner und Franz-Josef Rosenberger bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Redaktion Redakteur, Ressorts Lorsch, Einhausen und Region