Baugebiet - Wegen Verhandlungen mit Alteigentümern verzögert sich die Vergabe der Grundstücke / Vermarktung wahrscheinlich ab Ende Oktober Knippel wird erst 2019 erschlossen

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Jörg Keller
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Weiterhin als Freifläche präsentiert sich das künftige Wohngebiet Knippel: Die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich erst Anfang 2019 beginnen. © Keller

Einhausen. In herbstlichen Farben präsentiert sich derzeit das künftige Wohnareal zwischen K 65 und Friedhofstraße. Von Baggern keine Spur. Die Vermarktung und Erschließung des künftigen Baugebiets Knippel hat sich verschoben. Eigentlich sollten die Grundstücke relativ zeitnah nach der Septembersitzung der Gemeindevertreter an die Interessenten vergeben werden. Jetzt wird es nach Aussage von Bürgermeister Helmut Glanzner wahrscheinlich Ende Oktober, bis die von der Gemeinde beauftragte Hessische Landgesellschaft mit der Vermarktung beginnen kann. Grund seien noch laufende Verhandlungen mit einigen Alteigentümern des in der Vergangenheit landwirtschaftlich genutzten Areals. Diese können, nachdem sie ihre Flächen eingebracht haben, einen Teil davon wieder als erschlossenes Bauland zurückerwerben. Bevor diese Grundstücksvergaben nicht festgeschrieben wurden, sei der von der Gemeindevertretung beschlossene Bebauungsplan nicht rechtskräftig, so Glanzner.

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Bei der anschließenden Vergabe der Bauplätze werden nach Beschluss des Ortsparlaments knapp zehn Prozent der zur Verfügung stehenden Einfamilien- und Doppelhaus-Bauplätze bevorzugt an Besitzer der Ehrenamts-Card vergeben. Die restlichen Areale sollen nach dem sogenannten „Windhundverfahren“ verteilt werden. Will heißen: Wer sich zuerst auf die Interessentenliste hat setzen lassen, kommt auch als Erster zum Zuge.

Ausschreibung läuft

Wahrscheinlich erst Anfang kommenden Jahres werden dann auf der sieben Hektar großen Neubaufläche die ersten Bagger anrollen. Eigentlich sollten die Erschließungsarbeiten bereits in diesem Herbst beginnen. Ein Grund für die Verzögerung ist nach Angaben von Bürgermeister Helmut Glanzner die geforderte archäologische Untersuchung. Im Untergrund werden historische Gräber vermutet. Allerdings hatte sich bis zuletzt kein Fachunternehmen gefunden, das den Auftrag annehmen wollte. Entsprechende Firmen seien ausgelastet. Jetzt habe man in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde beschlossen, die wissenschaftliche Untersuchung im Rahmen der Erschließungsarbeiten durchzuführen. Die Ausschreibung laufe derzeit.

Redaktion Redakteur, Ressorts Lorsch, Einhausen und Region