Gemeindevertreter verabschieden ihren Vorsitzenden Ingo Bettels stehend mit Applaus

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kel/Bild: Keller
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Einhausen. Zum Abschied ihres Vorsitzenden Ingo Bettels (rechts neben dem Rednerpult) aus der Kommunalpolitik erhoben sich die Gemeindevertreter am Ende der letzten Sitzung der Legislaturperiode von ihren Plätzen und spendeten langanhaltenden Applaus.

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25 Jahre lang hatte Bettels dem Ortsparlament in den Reihen der CDU-Fraktion angehört, seit 15 Jahren ist er dessen Vorsitzender und damit auch oberster Repräsentant der Gemeinde. Bei der Kommunalwahl am 14. März wird er wie berichtet nicht mehr antreten. Eine Feier mit Häppchen und Sekt konnte es aufgrund der Corona-Pandemie am Dienstagabend nicht geben. Bürgermeister Helmut Glanzner überreichte als kleines Geschenk ein Weinpräsent und versprach, dass eine Verabschiedung in größerem Rahmen folgen werde, sobald dies wieder möglich ist. Der Rathauschef betonte das hohe Maß an Neutralität und Souveränität, mit dem Bettels sein Amt ausgeübt habe. Das unterstrichen im Anschluss auch die Vertreter aller Fraktionen. „Mit Leib und Seele“ habe Bettels die Geschicke des Ortsparlaments geleitet, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Patrick Freudenberger. Dabei habe Bettels „über Parteigrenzen hinweg den Laden zusammengehalten“, ergänzte SPD-Fraktionsvize Joachim Wiegand, der schon gespannt ist, wer nach der Wahl versuchen wird, „in die großen Fußstapfen“ zu treten. Grünen-Fraktionsvorsitzende Hanna Blumenschein bescheinigte Bettels, dass dieser „sein Amt regulierend, neutral und gut“ ausgeführt habe. Ihr Vorgänger, der mittlerweile fraktionslose André Scharnagl , bewertete die Sitzungsleitung von Bettels als „ausgleichend, ohne beliebig zu sein“. Dieser habe auch seine eigene Meinung vertreten, ohne andere bloßzustellen.

Scharnagl selbst wird wie einige weitere Kommunalpolitiker in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr den gewählten Gremien in der Gemeinde angehören. Dazu zählt auch der Erste Beigeordnete Christoph Schumacher (CDU), dessen Leistungen Patrick Freudenberger noch einmal hervorhob. Bürgermeister Helmut Glanzner bedankte sich schließlich bei allen, die jetzt aus der Gemeindevertretung und dem Gemeindevorstand ausscheiden.

Ingo Bettels rief im Nachgang noch einmal im Namen aller Fraktionen dazu auf, am 14. März zur Wahl zu gehen, und wies vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf die Möglichkeit der Briefwahl hin. kel/Bild: Keller