Hobby - Beim ersten Arbeitseinsatz wurde ein morscher Baum gefällt / Neue Wasseranschlüsse und zusätzliche Bienenhotels Gartenbauverein macht nach Corona-Pause klar Schiff

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Norbert Weinbach
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Einhausen. Stephan Spahl, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Einhausen, freute sich, dass sich acht Frauen und fünf Männer beim ersten Arbeitseinsatz im Zeichen der Corona-Krise auf dem Vereinsgelände beteiligten.

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Mit dabei waren auch drei Frauen des Vereins der Suchhundefreunde. Sie unterstützten gerne die Arbeit der Gartenfreunde, weil sie das Vereinsareal „Am Glockenacker“ für das Training mit ihren Hunden benutzen dürfen. Sie hätten auch bereits im vergangenen Jahr an einer Aktion teilgenommen.

Arbeit gab es wahrlich genug. Und auch die schwarzen Wolken am Himmel und ein Regenschauer konnten die fleißigen Helfer nur kurz bei ihrer Tätigkeit unterbrechen. Das nutzten die Teilnehmer für eine Kaffeepause mit selbstgebackenem Kuchen in der Vereinshütte. Doch bald hieß es: „Es wird schon wieder hell.“ Am Ende des Nachmittags freuten sich alle über einen Imbiss mit Wildschweinbratwurst von Hobbyjäger Ferdi Fichter.

Mit Arbeitshandschuhen, Hacken, Schaufeln, Spaten und Sägen ging es los. Ein morscher Baum wurde beseitigt, die abgeschnittenen Äste an der Nordseite des Geländes zwischengelagert. Dort wurden sie später von Werner Schumacher mit seinem großen Schaufelbagger auf einem Anhänger gehoben und zur Grünschnittanlage der Gemeinde gefahren.

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Einige junge Bäume, die vor zwei Jahren gepflanzt worden waren, wurden mit speziellen grünen Bewässerungssäcken umhüllt. Die Kunststoffbeutel ermöglichen eine gezielte Tröpfchenbewässerung. Trotz des in diesen Tagen wieder einsetzenden Regens, so war zu vernehmen, müssten die Bäume und Beetpflanzen gegossen werden. Dass der Boden nach wochenlangem Sonnenschein ziemlich ausgetrocknet ist, war leicht zu erkennen, als Bernd Hübner und Ferdi Stichter – unterstützt von der siebenjährigen Maya – zwei Gruben aushoben für neue Wasseranschlüsse. Die ersten 15 Zentimeter Boden waren feucht, darunter war das Erdreich jedoch knochentrocken.

Es wurden zwei neue Wasserhähne gesetzt, Bäume beschnitten, Beete von Unkräutern befreit und Teile des hochgewachsenen Grases gemäht.

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Am Rand ließen die Helfer die dort wachsenden bunten Blumen stehen. Sie sollen als Bienenweide dienen. Stephan Spahl hat selbst sechs Bienenvölker auf dem Gelände stehen. Das sechste Volk ist gerade erst vor einigen Tagen neu hinzugekommen. Der Hobby-Imker hatte nach einer Alarmierung einen Bienenschwarm eingefangen. Dass ihm die Bienen am Herzen liegen, unterstrich er auch mit dem Aufhängen von zwei neuen Bienenhotels. Er wolle auch das von ihm ins Leben gerufenen Bienenprojekt fortsetzen.

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Auch, wenn wegen Corona die eine oder andere Veranstaltung abgesagt werden musste, etwa die Jahreshauptversammlung oder die Bärlauchaktion, so hoffe er doch, dass spätestens ab Ende August der reguläre Vereinsbetrieb wieder aufgenommen werden darf.

Dann soll die Jahreshauptversammlung auf dem Gelände „Am Glockenacker“ durchgeführt werden. Damit könne auch den Mitgliedern, die ansonsten eher passiv sind, das Gelände vorgestellt werden. Er will zudem die Idee einer öffentlichen Pflanzentauschbörse wieder beleben.

Nicht alle vorgesehenen Arbeiten konnten beim ersten Arbeitseinsatz erledigt werden. Dennoch sah das Gelände am späten Nachmittag schon wieder sehr ordentlich aus.

Freie Autorenschaft Seit mehr als 40 Jahren als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen aktiv, Fotograf und Berichterstatter, im Regelfall waren/sind es Zeitungen die dem BA oder ganz früher, mit dem Echo verbunden waren. Berichterstattung meistens über Lorscher Vereine und Organisationen, früher auch Sport.