Evangelische Gemeinde - Aktuell stehen nur vier Kandidaten auf der vorläufigen Wahlliste / Sechs werden mindestens gebraucht Bislang zu wenige Bewerber für den Kirchenvorstand

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kel
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Auch mit einem Plakat an der Kirchentür sucht die evangelische Gemeinde Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl. © Keller

Einhausen. Die evangelische Kirchengemeinde ist weiterhin auf der Suche nach Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl am 13. Juni. Bislang stehen jedoch nur vier Interessenten auf der Liste. Benötigt würden aber mindestens sechs Kandidaten, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. „Ansonsten kann die Wahl nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden“, sagt Pfarrerin Katrin Hildenbrand (Bild: Lotz), derzeit Vorsitzende des Gremiums. Eigentlich würden sie und ihr Stellvertreter Thomas Kohlen das Gremium sogar gerne mit acht Personen besetzen, ist dem Schreiben zu entnehmen. Ebensoviele Mitglieder hat der Kirchenvorstand inklusive der kraft Amtes zugehörigen Pfarrerin auch aktuell.

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Bis auf Thomas Kohlen stellt sich von den bisherigen Mitgliedern allerdings niemand zur Wiederwahl. „Manche sind schon seit zwölf oder sogar 18 Jahren dabei“, erklärt Katrin Hildenbrand, warum es diesmal vermutlich einen personellen Umbruch geben wird.

Neben Thomas Kohlen stehen bislang Petra Hoff, Winfried Knaup und Sabine Wermann namentlich auf dem vorläufigen Wahlvorschlag, der am evangelischen Gemeindehaus und im Kirchen-Schaukasten aushängt und gestern auch online auf der Homepage der Kirchengemeinde (www.kirche-einhausen.de) veröffentlicht wurde.

Frist bis zum 15. Februar

Bis zum 15. Februar können noch weitere Kandidaten hinzukommen. Katrin Hildenbrand zeigte sie sich gestern im Gespräch mit dieser Zeitung zuversichtlich, dass sich bis dahin noch der eine oder andere Bewerber finden wird. Allerdings erschwere die „derzeit für viele Menschen belastende Situation der Corona-Pandemie, bei der man einander auch kaum persönlich begegnet, die Suche zusätzlich“.

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Die eigentliche Wahl findet dann wie überall im Einzugsbereich der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau am 13. Juni statt. Die neue Amtszeit beginnt am 1. September. Die Mitglieder der Kirchenvorstände sind dann für sechs Jahre gewählt. „Die Arbeit in der Gemeinschaft des Kirchenvorstands ist vielfältig, macht Freude und man benötigt keine Vorkenntnisse“, heißt es in der Einhäuser Pressemitteilung. „Man muss auch nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen“,sagt Thomas Kohlen.

Einiges an ehrenamtlicher Arbeit kommt dennoch zusammen. Etwa drei Stunden pro Monat müsse man für Sitzungen des Kirchenvorstandes einplanen, erläuterte Katrin Hildenbrand bereits bei einem Gespräch mit dieser Zeitung im vergangenen Jahr. Hinzu kommen etwa acht Mal pro Jahr die Begrüßung und der Kollektenzähldienst in den Gottesdiensten.

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Einbringen kann man sich zusätzlich in den Ausschüssen des Gremiums, etwa im Festausschuss oder im Bauausschuss. Erwünscht ist zudem eine Anwesenheit beim Gemeindefest der Kirche, bei besonderen Gottesdiensten – beispielsweise bei Amtseinführungen, Verabschiedungen oder bei der Konfirmation–, sowie auch bei der Seniorenweihnachtsfeier.

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Der Kirchenvorstand verwaltet unter anderem das kirchliche Vermögen. Er vertritt die Gemeinde außerdem in rechtlichen Fragen, er wählt die Pfarrer und beschließt auch alle weiteren Personalangelegenheiten.

Weiterhin trägt er die Mitverantwortung für die Seelsorge und die Gottesdienstgestaltung und soll die Arbeit derjenigen fördern, die ehren- oder hauptamtlich für die Gemeinde tätig sind. Außerdem entscheiden seine Mitglieder über die Nutzung und Vergabe von Gemeinderäumen und sie haben sich auch um den Erhalt der Kirchengebäude zu kümmern. Zu den Aufgaben gehört auch die Verwaltung aller Gelder, wie Spenden oder für die Gemeindearbeit zur Verfügung stehende Kirchensteuermittel.

Zahlreiche weitere Helfer

Wichtig findet Katrin Hildenbrand zu betonen, dass ein Kirchenvorsteher der Gemeindearbeit positiv gegenüberstehen sollte. „Er muss aber weder besonders fromm, noch ein intensiver Kirchgänger sein“, sagt sie.

Außerdem sei der Kirchenvorstand zwar für den Rahmen der Gemeindearbeit verantwortlich, aber er gestalte diese nicht im Alleingang. So gibt es in den Gruppen und Kreisen in der Gemeinde zahlreiche weitere Helfer. kel