Traditionsverein - Kerwegruppen haben am Mittwoch die fantasievoll gestalteten Aufbauten ihrer Motivwagen verbrannt Arbeit von acht Wochen geht in Rauch auf

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elo
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Einhausen. Wie schnell acht Wochen Arbeit in Rauch aufgehen können davon konnten sich die Kerwemädchen und Kerwebosch eindrucksvoll überzeugen, als sie ihre eigenen Kreationen ins Feuer warfen.

Auch der Riesenhund wurde nicht verschont: Die aus Holz und Pappmaché gefertigten Figuren und Aufbauten der Kerwewagen wurden am Mittwoch von ihren Erbauern selbst verbrannt. © Volk
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Es ist ein emotionales Ereignis beim Verein zur Erhaltung der Tradition (VzEdT), wenn am Mittwoch nach dem Kerwezug die Figuren und anderen Gebilde aus Papier und Holz an der Bauhalle verbrannt werden.

Bauhalle wird zu Festzelt

Für die Aktiven des Traditionsvereins blieb ohnehin nur wenig Zeit zum Durchatmen. Kaum waren die Flammen erloschen und die Bauhalle und das Außengelände gesäubert, begannen die Aufbauarbeiten für das Oktoberfest am kommenden Samstag.

Damit es um 10.30 Uhr losgehen kann, müssen die zahlreichen Helfer um Markus Rau die Halle in ein Festzelt verwandeln. Natürlich werden getreu dem Volksfest in Bayern die Farben Blau und Weis dominieren. Der offizielle Bieranstich durch Bürgermeister Helmut Glanzner wird um 12 Uhr stattfinden. Ab 12.30 Uhr spielt das Musikcorps, ab 15 Uhr sollen DJ Mütze und DJ Birtch für Stimmung sorgen. elo

So trafen sich auch heuer die Gruppen Adi, Chief, Ladännsche und Adi AH, um ihre Prunkstücke den Flammen zu übergeben. Natürlich wurde auf größte Sicherheit geachtet. Die Freiwillige Feuerwehr stellte eine Brandwache ab, die – wenn es nötig gewesen wäre – sofort hätte eingreifen können.

Das Verbrennen der Wägen hat gleich mehrere Gründe. So ist die Kapazität an Lagerfläche beim Traditionsverein eher gering und die meisten Figuren sind ohnehin Unikate, die nur einmal verwendet werden.

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Natürlich erinnerten sich viele der Beteiligten an die zurückliegende Bauzeit. Bereits im Sommer wurden die ersten Ideen für die Motive zu Papier gebracht, um sie vom Vorstand des VzEdT genehmigen zu lassen. Seit der zweiten Augustwoche bis kurz vor dem Start des Umzuges arbeiteten die Hobbyhandwerker jeden Tag mit viel Liebe zum Detail an ihren Kreationen.

Doch die Melancholie war auch diesmal nur von kurzer Dauer. Schon am Mittwoch wurden erste Ideen für die Bauzeit im kommenden Jahr beraten.

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Einige ausgesuchte Kreationen fielen übrigens auch diesmal nicht den Flammen zum Opfer, da man sie eventuell noch bei anderen Umzügen – etwa bei der Lorscher Fastnacht – gebrauchen kann. So habe die Zugleitung der Klosterstadt schon für zwei Wagen Interesse angemeldet, die beim närrischen Umzug 2020 noch einmal zu sehen sein könnten, war zu erfahren. elo