Stadtpark-Festival - Vorstandsmitglieder erklären ihre Motivation / Planungen für das nächste Jahr laufen „Wir sind Vogel-Fans der ersten Stunde“

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Schönes Wetter, viele Besucher: So sieht ein launiger Sommerabend im Stadtpark beim Festival Vogel der Nacht aus. Im nächsten Jahr wird vom 11. bis 16. August gefeiert. © Kirsch

Bensheim. Der Vorstand des „Vogelschutzvereins“, wie Harry Hegenbarth augenzwinkernd bemerkte, setzt sich aus ausgewiesenen Unterstützern des Festivals zusammen. „Es ist eine einzigartige Veranstaltung, die es sonst nirgendwo in der Region in dieser Form gibt“, betonte Vorsitzender Dirk Bartels am Mittwoch beim Pressegespräch im Rathaus. Sie sei deshalb absolut rettungswürdig.

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Nicht nur für die Besucher, auch für regionale Musiker wie ihn sei Vogel der Nacht sehr wichtig. Besondere Bedeutung hat für Bartels deshalb die offene Bühne, die Hegenbarth von Beginn an im Programm hat. Dort hatte der Vorsitzende 2013 seinen ersten Auftritt im Stadtpark, mittlerweile hat er es ins Hauptprogramm geschafft.

„Wir sind alle Vogel-Fans der ersten Stunde“, versicherte sein Stellvertreter Henning Ameis. Um das Festival dauerhaft zu erhalten, müsse es eine solide Basis geben. Vorstand und Verein müssten nun beständig dafür werben, dass der Vogel weiterfliegen kann. Dazu müsse man vor allem die Einzigartigkeit ins Bewusstsein rücken. Den freien Eintritt gelte es ebenso zu bewahren wie das abwechslungsreiche Programm.

„Da werden wir aber Harry nicht reinreden. Es gibt keinen Besseren dafür“, lobte Ameis. Die finanzielle Stabilisierung sei die Triebfeder des Fördervereins. Sie ist aber zugleich eine Bürde, so der stellvertretende Vorsitzende. Er hoffe auf schnell steigende Mitgliederzahlen. Claudia Mayer, die ebenfalls als Stellvertreterin fungiert, berichtete von vielen schönen Stunden auf der schrägen Wiese. „Wenn wir Gäste von außerhalb haben, beneiden sie uns immer um das besondere Flair.“

Eng verknüpft mit dem Hospiz

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Die Unternehmensberaterin ist aber nicht nur im Förderverein aktiv, sie engagiert sich seit Jahren als zweite Vorsitzende im Hospiz-Verein. Für das Hospiz wiederum sammelt Hegenbarth beim Vogel fast von Beginn an Spenden – in diesem Sommer wurde die 100 000-Euro-Marke geknackt.

„Wir wollen damit auch danke sagen an Harry, dass er in diesem besonderen Umfeld über die Hospiz-Arbeit informiert und wir damit Menschen erreichen, die wir sonst nicht erreicht hätten“, bemerkte Mayer. Diese besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit schätzte Hegenbarth am Mittwoch im Rathaus sogar noch wichtiger ein als die Spendensumme. Er fügte zudem an, dass die „Verbindung zum Hospiz für immer bleiben wird“.

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Durch die Zusicherung des Großspenders konnte der Geschäftsführer von Showmaker Entertainment bereits mit den Planungen für den Vogel 2020 beginnen. „Ich bin froh, dass es gelingt, das Festival nicht nur kurzfristig zu retten“, konstatierte Bürgermeister Rolf Richter abschließend – und sprach damit vielen aus der Seele. dr