Goethe-Gymnasium: Berufs- und Studientag im Bürgerhaus Kronepark fand großen Anklang Was die Abgeordneten treiben

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Bensheim. Von "super-toll" und "mega-interessant bis hin zu "ganz gut" und "langweilig" reichten die Einschätzungen der OberstufenschülerInnen des Goethe-Gymnasiums, die Europa- und Bundestagsabgeordneten jeweils zwei Wochen lang über die Schulter schauen durften.

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Bei der Informationsveranstaltung zur Berufs- und Studienorientierung im Bürgerhaus Kronepark, berichteten die Praktikanten aus der 12 und 13 ihren Mitschülern der Jahrgangsstufe 11 von ihren Erfahrungen und gaben Tipps, was man beachten sollte und was man besser machen kann.

Trotz einiger Kritik, zum Beispiel an der häufigen Abwesenheit der Europa-Abgeordneten, deren Büros sie zugewiesen waren und etlicher Pannen, war die Mehrzahl der Meinung: "Es waren tolle Erfahrungen. Wir würden ein solches Praktikum, egal ob Berlin oder Brüssel, jedem empfehlen." Ein Flug nach Brüssel kostet beispielsweise 300 Euro, erfuhren die jugendlichen Zuhörer. Mit dem ICE geht es wesentlich billiger.

Insgesamt rund 300 Jugendliche aus den Klassen 11, 12 und einige aus der 13, nahmen an der Infobörse im Kronepark teil. Darunter waren auch Gäste aus der polnischen Partnerschule in Klodzko. Erstmals hatten es die beiden Organisatoren Heinz Löffler und Jürgen Jürgensen angesichts der noch nicht abgeschlossenen Umbauarbeiten am Goethe-Gymnasium gewagt, die Veranstaltung komplett auszulagern. Und alle schienen zufrieden zu sein.

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Mit einer der Gründe für das Auswärtsgastspiel war die kostenfreie Nutzung der Räume. Dass sich die Praktikanten in den Parlamentsgebäuden von Berlin und Brüssel frei bewegen und Zugang zu allen Ausschüssen hatten, gefiel den Jugendlichen aus Bensheim besonders. Einer von ihnen durfte für "seinen" Abgeordneten sogar eine Pressemitteilung verfassen.

Dass auf europäischer Ebene nicht immer alles glatt läuft, konnten die Goethe-Schüler aus nächster Nähe miterleben. In einer ansprechenden Power-point-Präsentation stellte die Praktikantengruppen ihren Mitschülern anschließend das Europaparlament in Wort und Bild vor. Es folgten weitere Erfahrungsberichte über Praktika in den USA, Australien und der französischen Partnerstadt Beaune.

Praktikum im Ausland

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An fünfzehn Ständen konnten sich anschließend die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe, die Anfang nächsten Jahres ein zweiwöchiges Praktikum im Ausland oder in heimischen Betrieben absolvieren werden, informieren. Ältere MitschülerInnen standen ihnen dort auch über Studienangebote Rede und Antwort.

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Als Pilotprojekt bietet das Goethe-Gymnasium in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt seit dem vergangenen Schuljahr das sogenanntes "Huckepackstudium" an. Schülerinnen und Schüler können in die Studiengänge Informatik, Physik, Wirtschaftswissenschaften, Biologie, Geowissenschaft, Politik und Soziologie hineinschnuppern. Begleitet werden sie in den zwei Wochen von Dozenten der TU oder Studenten.

Jürgen Jürgensen und Professor Dr. Weihe aus Darmstadt haben das Huckepackstudium 2008 auf den Weg gebracht. gs