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Synagogenverein

Vortrag über „Stille Helfer“

Historiker spricht zum Thema Zivilcourage

Von 
red
Lesedauer: 

Auerbach. Wer heute Verfolgten hilft, wird selten um sein Leben fürchten müssen – zumindest in Deutschland. Im Nationalsozialismus war dies anders. Dennoch gab es mutige Menschen, die halfen. Herr und Frau Courage nennt sie der Historiker Norbert Giovannini aus Heidelberg. Er ist auf Spurensuche gegangen und hat nach diesen Menschen geforscht.

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Zusammen mit Co-Autoren hat er das Buch „Stille Helfer“ herausgegeben. „Sie wirkten im Stillen, folgten ihrem Gewissen, distanzierten sich vom Terror des Regimes und bewahrten ihre humanen Einstellungen. Wir wollen die Erinnerung an sie aufrechterhalten“, so der Autor. Norbert Giovannini wird am Mittwoch, 28. September, um 19 Uhr in der ehemaligen Auerbacher Synagoge aus seinem Buch lesen und vortragen, wo er Bezüge zu heute sieht.

„Brennend aktuelles Thema“

Ein Blick in die Geschichte wird zeigen, wie sich Länder verhalten haben. Kaum jemand weiß zum Beispiel, dass die Türkei zur Nazizeit viele jüdische Flüchtende aufgenommen hat. Andere Nationen die Grenzen aber dichtmachten.

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„Es ist ein brennend aktuelles Thema“ sagt Ursula Schlosser vom Auerbacher Synagogenverein, „Antisemitismus ist in Deutschland allgegenwärtig, die hier lebenden jüdischen Menschen brauchen unsere Solidarität.“ Die Protagonisten des Buches sind meist Heidelberger, das Thema jedoch ist exemplarisch.

Giovannini hat bereits einige Bücher zum Thema Nationalsozialismus und Verfolgte verfasst. Für sein Engagement bekam er den Obermayer Award. Mit dieser Auszeichnung werden deutsche Bürger geehrt, die besondere Beiträge leisten, um die jüdische Geschichte und Kultur ihrer Gemeinden zu erhalten.

Der Eintritt frei, eine Spende für den Verein willkommen, heißt es abschließend. red

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