Zentrum für Chemie - 30. Auflage des Erfinderlabors in digitalem Format / Heute Präsentation der Ergebnisse / AKG-Schülerin und Goethe-Schüler unter den Teilnehmern Schüler forschen zur Energiewende

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red
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Bensheim. Andere Zeiten, neue Formate: erstmals seit der Premiere im Jahr 2005 findet das Erfinderlabor in rein digitaler Form statt. Damit reagiert das Zentrum für Chemie (ZFC) auf die spezielle Situation in der Corona-Krise. In der 30. Auflage des berufsorientierten Workshops haben sich in dieser Woche jeweils acht leistungsstarke Oberstufenschüler aus ganz Hessen mit innovativen Hochleistungsmaterialien für Energiesysteme der Zukunft beschäftigt.

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Am heutigen Freitag (12.) werden die Jungforscher im Rahmen einer virtuellen Abschlussveranstaltung ihre Ergebnisse in Erklär-Videos präsentieren. Darunter die Bensheimer Schüler Henny Bom Schimossek (Altes Kurfürstliches Gymnasium) und Benjamin Kunkel vom Goethe-Gymnasium.

„Wir freuen uns, dass das Erfinderlabor trotz der Umstände in fast gewohnter Form stattfinden kann“, so ZFC-Vorstand Thomas Schneidermeier. Durch die gute und enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Materialwissenschaften an der TU Darmstadt und dem Unternehmen Merck – zwei langjährige Kooperationspartner des ZFC – ist es gelungen, ein facettenreiches und spannendes Programm zu organisieren, das sich inhaltlich kaum von den bisherigen Workshops unterscheidet. Unterstützt wird das Erfinderlabor von der Hessischen Landesenergieagentur, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, dem VCI Hessen und dem Hessischen Kultusministerium.

Vier Erklär-Videos

Zum öffentlichen Finale werden Vertreter aus Schule, Hochschule, Wirtschaft und Politik aus ganz Deutschland erwartet. Grußworte spricht unter anderem der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Michael Meister.

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Die Gäste erwarten vier Erklär-Videos, die hochkomplexe Forschung zur Energiewende am Institut für Materialwissenschaft der TU Darmstadt in verständlichen Worten erläutern. Sie erleben in einer Podiumsrunde hautnah, wie durch Forschung Innovation entsteht und welche vielfältigen Berufsoptionen im Umfeld der Energiewende möglich sind. Durch die Veranstaltung führt Daniel Lingenhöhl, Chefredakteur der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft.

Die Teilnehmer des Erfinderlabors zeigen ein ausgeprägtes Faible für die klassischen MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es haben sich 178 Jugendliche aus 73 hessischen Schulen für die beiden Workshops beworben. Sie werden nach strengen Kriterien ausgewählt und genießen die Chance, sich eine Woche lang in einem professionellen Umfeld mit anspruchsvollen wissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Die Nachfrage rangiert auf einem konstant hohen Niveau, so Thomas Schneidermeier, der das Erfinderlabor seit 2005 in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen, Industrie und Verbänden organisiert.

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Nach einer fachlichen und methodischen Einführung haben die Schüler drei Tage lang in ihren jeweiligen Teams geforscht. Im engen Dialog mit Wissenschaftlern aus Hochschule und Wirtschaft entwickelten sie kreative Erklär-Videos zu aktuellen wissenschaftlichen Themen. Ein Fokus liegt auf dem Einsatz moderner Batterien in realen Anwendungen im Zuge der Energiewende, in der das Speichern erneuerbarer Energien eine der größten Herausforderungen darstellt.

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Die Zusammenarbeit mit Merck und der TU Darmstadt ermöglicht den Jugendlichen einen barrierefreien Zugang zu aktuellen Forschungsmethoden und vermittelt einen Eindruck von der interdisziplinären Ausrichtung und den verschiedenen Arbeitsgebieten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich.

Tiefe Einblicke erhalten

Bei einer virtuellen Werksführung gab es für die Teilnehmer tiefe Einblicke in das Innenleben der Merck-Gruppe. Im Austausch mit Experten lernten sie, wie man wissenschaftliche Spezialthemen fundiert und verständlich im Video-Format kommunizieren kann. Die Jungforscher treffen Manager aus dem Bereich Health Care und erfahren alles über die beruflichen Perspektiven in einem führenden Wissenschafts- und Technologieunternehmen.

Das Erfinderlabor ist eine Workshop-Reihe des Zentrums für Chemie (ZFC). Seit 2004 entwickelt und organisiert der gemeinnützige Verein in Kooperation mit Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Ministerien Projekte, um über die Vermittlung einer naturwissenschaftlichen Grundkompetenz hinaus gesellschaftlich relevante Themen wie Klimaschutz, Energiewende und Ressourceneffizienz in den Unterricht der MINT-Fächer Chemie, Physik, Mathematik, Biologie und Informatik zu integrieren und mit klassischen Unterrichtsinhalten zu verzahnen. Damit sollen fachliche Grundlagen für eine individuelle Meinungsbildung ermöglicht und Perspektiven für neue Berufsfelder konkret vermittelt werden.

Das Erfinderlabor ist Teil der ZFC-Initiative „Schule 3.0 – Zukunftstechnologien in den Unterricht“. Ziel ist eine bessere berufliche Orientierung von Schülern im MINT-Umfeld mit den verzahnten Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik durch eine Einbindung relevanter naturwissenschaftlich-technischer Themen in den Regelunterricht. red

Info: Online-Anmeldung für das öffentliche Finale (heute ab 13.30 Uhr) unter https://bit.ly/3d294Sj