Bilanz - GGEW AG präsentierte Zahlen für den Badesee und das Basinusbad / Wochenlange Hitze macht sich deutlich bemerkbar Rekord: Mehr als 100 000 Gäste am See

Von 
Dirk Rosenberger
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Mehr als 100 000 Besucher kamen bis Ende September an den Badesee. Unser Bild zeigt (v.l.) Heike Bührer (Teamleiterin Bäder), Bereichsleiterin Kommunikation Susanne Schäfer, den 100 000. Gast Thomas Bergien und Thorsten Krauß von der Bäderaufsicht. © GGEW AG/Marc Fippel

Bensheim. Heiß war es, sonnig war es – und voll war es: Im Sommer trieb es die hitzegeplagten Bensheimer und Bergsträßer in die Freibäder und an die Seen. Das ist keine überraschende Erkenntnis, aber nun gibt es auch den statistischen Beweis, dass oft der letzte Krümel Sand mit einem Handtuch belegt war. Die GGEW AG als Betreiber der Basinusbads und des Badesees in Bensheim vermeldete einen Besucherrekord. Zum Ende der diesjährigen Freiluftsaison am Berliner Ring konnte der 100 000 Gast begrüßt werden.

Thomas Bergien mit gutem Timing

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Thomas Bergien aus Auerbach kam in den Genuss dieser besonderen Ehre und erhielt, weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, eine Dauerkarte und ein kleines Präsent als Belohnung für sein gutes Timing. Eine gute Begründung für einen Abstecher an den Badesee lieferte er gleich mit. „Der Strand mit Palmen am See ist schön, es gibt viele nette Leute, eine super Schwimm-Plattform, leckere Currywurst und saubere Duschen“, so Bergien.

Die Verantwortlichen dürften solch werbewirksame Sätze freuen, wobei sich das Gewässer zwischen Berliner Ring und Autobahn in der Tat seit Jahren eines großen Zuspruchs erfreut. Das zeigen auch die Zahlen, die Kommunikationschefin Susanne Schäfer auf Nachfrage mitteilte. Bereits 2015 kratzte man an der 100 000er-Grenze. 96 555 Besucher zählte der Energieversorger im Jahr eins nach dem Hessentag. Damals verwandelte sich der Badesee bekanntlich in den Magic Lake, der während des Landesfestes ebenfalls zum Publikumsmagneten wurde. In den Folgejahren verhagelte der überschaubare Sommer etwas die Bilanz. 2016 kühlten sich 78 038 Badewillige in den Fluten ab, im vergangenen Jahr waren es lediglich 65 848, Regen und kühle Temperaturen lockten oftmals nicht ins Freie.

Ganz anders die vergangenen Monate: Mehr als 100 Sommertage, teils Temperaturen weit jenseits der 30 Grad. Da lohnte sich ein Tag am See. Unterm Strich 100 176 Gäste wurden letztlich notiert. Einen ähnlichen Andrang gab es zuletzt im sogenannten Jahrhundertsommer 2003. Vor 15 Jahren war die GGEW AG allerdings noch nicht für den Badesee zuständig.

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Dass der Badesee beliebt ist und die Wasserqualität von Prüfern in der Regel als ausgezeichnet bewertet wird, hängt mit den Investitionen in die Anlage zusammen – und mit der 17 Meter langen Tiefenbelüftungsanlage. Die wurde 1991 installiert und 2011 aufwendig gewartet. Der Riesenschnorchel liegt in der Mitte des Sees. Über ein Rohr wird Sauerstoff in tiefere Schichten gepumpt. Ohne die Konstruktion hätte man im Gewässer nur klare Sicht bis zu einer Tiefe von drei Metern, so sind es stellenweise bis zu sieben Metern. Links neben dem Ponton ragen knapp über der Wasserlinie die Schwimmkörper heraus.

2,5 Tonnen schwere Anlage

Die 2,5 Tonnen schwere Anlage wurde von der Stadt angeschafft, wird elektrisch betrieben und muss alle acht Jahre aus dem Wasser gehoben und durchgecheckt werden. Ohne die Installation hätte dem See ein langsamer Tod bevorgestanden – statt Sommerspaß und Fischbestand hätte man heute vermutlich einen riesigen stehenden Tümpel und keine Attraktion.

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So aber zählen die sieben Hektar Wasserspiegel und der 300 Meter lange Sandstrand in den Sommermonaten zu den Tagesausflugszielen in der Region. An Spitzentagen kommen bis zu 6000 Besucher zum Schwimmen, Tauchen, Abhängen und Spaß haben.

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Wenn der Badesee zum Hot Spot wird, herrscht ein paar hundert Meter weiter im Basinusbad keinesfalls Tristesse. Von Mai bis September kamen nach Angaben der GGEW AG 141 314 Personen ins kombinierte Hallen- und Freibad.

Redaktion