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Kunstfreunde Bergstraße - Ausstellung mit Werken von Hendrik Schink und Charis Schwinning

Porzellan und Aquarelle

Von 
red
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Bensheim. Fast scheint das Kulturleben wieder zurück in die Normalität zu finden. Künstler stellen wieder aus und die Kunstfreunde Bergstraße – seit 1990 ein Verein mit erfolgreichem, ehrenamtlichen Engagement – eröffnen voller Vorfreude am Samstag, 18. September, um 17 Uhr die zweite Ausstellung in diesem „kurzen“ Jahr im Damenbau des Auerbacher Fürstenlagers. Zu erleben sind unter dem Motto „Die eine Rose entscheidet alles“ Arbeiten der beiden Künstler Hendrik Schink und Charis Schwinning.

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Das wunderschöne Ensemble spätbarocker Architektur des Staatsparks Fürstenlager in Auerbach beheimatet seit 2000 im Damenbau einen Ausstellungsort besonderen Formats. „Hier im Dörfchen ist man an keinem beliebigen Platz und hier hängt die Zeit in einer Schleife. Wer den Berg herauf steigt, ahnt, dass ihn etwas Aufregendes erwartet. Dieser Ort ist so entrückt, dass auch das Wetter keine Rolle spielt: Mal nebel-herbstlich-geheimnisvoll, mal sonnig-südlich-italienisch – das Fürstenlager rollt mit seiner Pflanzenvielfalt und seinem Flair für jeden Besucher einen seiner bunten Teppiche aus“, schreibt Kunstfreunde-Vorsitzende Sabine Müller in der Ankündigung der Ausstellung.

Am Samstag wird eine neue Ausstellung im Damenbau eröffnet. © Schink

Die Kunstfreunde Bergstraße schätzen sich glücklich, den Formgestalter Hendrik Schink, Absolvent der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle/Saale, nach Auerbach zu bringen. Seine eigenwilligen, geheimnishütenden Porzellane sind einmalig und stellen in den Räumen des Damenbaus und der Umgebung auch weitgedachte Bezüge zu den Wurzeln dar, denn der Gründer dieses herrlichen Ensembles – der kunstaffine Ludwig I. von Hessen und bei Rhein – hatte selbst ein großes Faible für das „Weiße Gold“ und war Gründer einer Manufaktur in Kelsterbach.

Hendrik Schink, der in Rheinsberg lebt und arbeitet, zählt durch seine außergewöhnlichen Arbeiten zugleich zu einer Reihe namhafter Modelleure, wie man sie aus vergangenen Jahrhunderten kennt. Der spielerische Umgang mit dem so empfindlichen, spröden Material, und die daraus resultierende Leichtigkeit verströmt eine Lebensfreude, die dennoch tiefgründig, ansteckend und oft auch hintersinnig ist. Zu Kunst werden die Objekte dadurch, dass Hendrik Schink die gesehene, reale Welt in sein Material umzusetzen weiß.

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Charis Schwinnings Aquarelle entstehen grundsätzlich Pleinair. Die studierte Restauratorin und Orgelbautischlerin lebt in Kartzow inmitten eines vom Gartenkünstler Karl Foerster inspirierten Staudengartens, inmitten der Blütenpracht von Phlox, Apothekerrosen oder Sonnenbraut.

Dorthinein stellt sie ihre Staffelei und fängt mit ihrem „Pinsel den Augenblick ein“, wie sie selber sagt. In leuchtenden Farben erstrahlen ihre Bilder, deren Komposition sich mehr und mehr vom Kontext der Natur loslösen – dennoch die Ahnung der floralen Vorbilder einbinden. Charis Schwinning stellt ihre Farben aus Pigmenten selbst her. Daraus ergibt sich ein typischer Gesamteindruck, der unnachahmlich bleibt.

Die Kunstfreunde Bergstraße laden alle Kunstinteressierten und Freunde des Hauses zur Vernissage und zum Besuch der Ausstellung ein. Es gilt die aktuelle Hygiene-Verordnung. Anmelden kann man sich mit der Luca- App oder schriftlich vor Ort. red

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