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Museum

Politische Plakate von Klaus Staeck

Neue Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv / Eröffnung am 25. September

Von 
ps
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Bensheim. Er ist Grafikdesigner, Karikaturist und Jurist – berühmt wurde er vor allem wegen seiner satirisch-politischen Plakate: Klaus Staeck. Er sorgte insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren mit seinen Plakatentwürfen – häufig gegen die Politik der CDU/CSU gerichtet – für Furore. Als langjähriges SPD-Mitglied unterstützte er seit 1972 sämtliche Wahlkämpfe seiner Partei.

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In einer stadtgeschichtlichen Ausstellung zeigen das Museum und Archiv Bensheim ab dem 25. September eine Auswahl seiner Plakatmotive, die 1976 Teil von umstrittenen Werkschauen in Lorsch und Bensheim gewesen sind.

Für Aufregung gesorgt

Das Museum zeigt ab 25. September Plakate von Klaus Staeck. © Klaus Staeck

Die politischen Plakate des Heidelberger Karikaturisten Staeck sorgten 1976 nicht nur an der Bergstraße, sondern in ganz Deutschland für Aufregung. Nach Protesten mehrerer CDU/CSU Abgeordneter musste seine Ausstellung in der Bonner „Parlamentarischen Gesellschaft“ nach drei Stunden wieder geschlossen werden. Gegen viele seiner Plakate wurde geklagt, er führte über 40 Prozesse, die er alle gewann.

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Inzwischen umfasst sein künstlerisches Werk mehr als 300 Plakate, die weltweit in mehr als 3000 Ausstellungen zu sehen waren. So auch in Lorsch am 28. Mai 1976 in der Nibelungenhalle, nachdem ein Ausstellungsverbot der Stadt Lorsch gerichtlich gekippt worden war. Die Bensheimer Jungsozialisten organisierten ebenfalls Veranstaltungen mit den Staeck-Plakaten – unter anderem die Ausstellung mit „Politsongs“ am 17. September 1976 im Bürgerhaus Bensheim.

Die Veranstaltungen wurden zum Politikum, das eine hitzige Debatte auslöste – um die „künstlerische Freiheit“ und „Verwilderung politischer Sitten“ in Form von Leserbriefen im Bergsträßer Anzeiger zwischen Vorstandsmitgliedern der Bergsträßer SPD und CDU.

Die Originale aus der umstrittenen Bensheimer Ausstellung 1976 haben die Jahrzehnte überdauert und werden vom Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem Museum der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung erzählt zudem die spannende Geschichte, wie es der Lorscher, Einhäuser und Bensheimer JUSO AG dann doch gelungen ist, in Lorsch und später auch Bensheim die politischen Plakate im Bürgerhaus zu zeigen.

Nach über 45 Jahre haben die Plakate von Klaus Staeck an politischer Aktualität und Brisanz nichts verloren. So war es den Brüdern Klaus und Rolf Staeck wichtig, die Ausstellung im Museum Bensheim auch mit neueren Plakaten aus dem Privatbestand zu unterstützen.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 25. September um 11.30 Uhr im Museum Bensheim statt. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Christine Klein und Museumsleiter Christoph Breitwieser gibt die Leiterin des Stadtarchivs, Claudia Sosniak, den Besucherinnen und Besuchern einen historischen Abriss. Die Ausstellung ist bis zum 30. Oktober zu sehen. ps

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