Quartalsbericht - Feuerwehr Bensheim-Mitte musste bereits in der Silvesternacht ausrücken / Blick in die Statistik Nach 16 Minuten im neuen Jahr die erste Alarmierung

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red
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Im ersten Quartal 2020 wurde die Feuerwehr Bensheim-Mitte zu 70 Einsätzen gerufen – unter anderem auch zu Verkehrsunfällen. © Funck

Bensheim. Im ersten Quartal des Jahres 2020 galt es für die Feuerwehr-Einsatzkräfte des Stützpunktes Mitte insgesamt 70 Einsätze abzuarbeiten. Diese gliederten sich in 36 Hilfeleistungen, zehn Brandeinsätze und 24 Fehlalarme.

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Ganze 16 Minuten blieben den Brandschützern, um in das neue Jahr zu feiern. Um 00.16 Uhr am 1. Januar erklangen die Piepser. Sie wurden zum Parkhaus der Guntrum-Galerie gerufen, dort hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Vor Ort konnte glücklicherweise schnell festgestellt werden, dass die Anlage nicht durch Feuer, sondern durch den Rauch eines Silvesterkrachers ausgelöst wurde. Somit konnte das Feiern kurz darauf wieder fortgesetzt werden.

Mit dem Stichwort „Unterstützung Rettungsdienst/Traghilfe“ wurden die Kameraden am 16. Januar zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. Die Einsatzkräfte haben dort mittels Drehleiter einen Patienten liegend – und vor allem schonend – aus dem 2. OG eines Hauses gerettet. Der Rettungsdienst übernahm im Anschluss die weitere Versorgung.

Am 31. Januar wurde die Feuerwehr Bensheim zusammen mit dem Rettungsdienst und der Polizei zu einer Türöffnung in die Taunusstraße alarmiert. Da die Wohnungstür, hinter der ein medizinischer Notfall vermutet wurde, abgeschlossen war, gab es von den Nachbarn die Möglichkeit, durch ihr Küchenfenster sowie das Gerüst, das sich zu diesem Zeitpunkt am Gebäude befand, die betroffene Wohnung zu erreichen. In der Wohnung wurde allerdings keine Person aufgefunden – der vermutete Notfall bestätigte sich also nicht. Gleich im Anschluss wurden die Einsatzkräfte zu einer weiteren Türöffnung in die Rheinstraße alarmiert. Die Tür, hinter der sich eine hilflose Person befand, konnte mit einem sogenannten „Türfallengleiter“ geöffnet und dem Rettungsdienst Zutritt zur weiteren Versorgung verschafft werden.

Wasserrohrbruch im Februar

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Am 12. Februar um 5.35 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu gleich zwei Wassereinsätzen alarmiert. Mit dem Rüstwagen und dem Wassersauger ging es zu einem Wasserrohrbruch in die Neuhofstraße, während das Löschgruppenfahrzeug (LF) zu einem mit Wasser vollgelaufenen Keller geschickt wurde. Nach Abarbeitung des Einsatzes im Keller unterstützte die Mannschaft des LFs die Kameraden in der Neuhofstraße. Dort war die Lage etwas größer. Mit drei Wassersaugern und mehreren Wasserschiebern waren die Feuerwehrmänner und -frauen dort bis zum späten Vormittag beschäftigt. Grund für den Wasseraustritt schien ein in der Nacht geplatzter Schlauch der Heizung gewesen zu sein, aus welchem über mehrere Stunden das Wasser rausspritzte.

„Person unter Zug“ lautete das Einsatzstichwort am Mittag des 13. Februar. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren der Rettungsdienst und die Polizei bereits vor Ort. Schnell konnte festgestellt werden, dass es sich leider um einen tödlichen Unfall im Bahnhofsbereich handelte. Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht mehr nötig.

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Ein gemeldeter Küchenbrand im Blütenweg, in der Nacht vom 22. Februar, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Der Bewohner hatte vergessen, den Herd abzuschalten. Auf diesem fing daraufhin ein abgelegtes Küchenhandtuch an zu kokeln und sorgte für eine starke Rauchentwicklung. Da der Bewohner durch die Rauchmelder aber offenbar nicht wach wurde, musste die Wohnungstür durch die Feuerwehr gewaltsam geöffnet werden. Ein Trupp unter Atemschutz brachte den Bewohner ins Freie und übergab diesen dem Rettungsdienst. Das Handtuch wurde abgelöscht und die Wohnung belüftet.

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Mit dem Stichwort „Person eingeklemmt in Pkw“ wurde die Feuerwehr Bensheim-Mitte zusammen mit der Feuerwehr Schönberg und Wilmshausen in die Nibelungenstraße zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Schnell stellte sich heraus, dass die Person nicht eingeklemmt, sondern „nur“ eingeschlossen war. Dadurch, dass der Pkw bei dem Unfall auf dem Dach landete, konnte die Person durch die deformierte Tür nicht mehr selbstständig herauskommen. Nach einer kurzen Zeit konnte die Tür mittels schwerem Gerät durch die Einsatzkräfte geöffnet und die Person vom Gurt getrennt werden. Mit Hilfe des Spineboards wurde die Person schonend aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.

Brand auf Spielplatz

Zu einem Brand auf einem Spielplatz in der Robert-Bosch-Straße wurden die Einsatzkräfte am Abend des 14. März alarmiert. Am Einsatzort angekommen, stand das Haus einer Rutsche teilweise in Brand. Durch einen Trupp unter Atemschutz war das Feuer schnell gelöscht. Die Spielanlage wurde anschließend vom Bereitschaftsdienst des KMB abgesperrt.

Während des ersten Quartals kam es darüber hinaus zu insgesamt zehn Einsätzen, die durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst wurde. All diese Alarme ließen sich auf Fehlfunktionen zurückführen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wurden die im ersten Quartal anstehende Mitgliederversammlung aller Bensheimer Wehren sowie die Wahl des Stadtbrandinspektors und dessen Stellvertreters vertagt. Die regelmäßigen monatlichen Übungen und Unterrichte der Züge und der Wehr sowie die wöchentlichen Treffen der Jugendfeuerwehr und die feuerwehrinternen Sitzungen fallen erst einmal bis auf Weiteres aus. red