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Orden Congregatio Jesu - 1858 kamen die ersten „Englischen Fräulein“ nach Bensheim, jetzt verlassen sie die Stadt

Maria-Ward-Schwestern nehmen Abschied von Bensheim

Von 
red
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Bensheim. Nach 164 Jahren Wirken in Bensheim verlassen die Schwestern der Congregatio Jesu (CJ) in diesem Sommer die Stadt an der Bergstraße. Dann werden die letzten Schwestern aus dem Haus in der Kalkgasse aus- und an andere Standorte der Gemeinschaft umziehen.

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Gründerinnen der Liebfrauenschule

Die Mitteleuropäische Provinz der Congregatio Jesu erstreckt sich von Hannover bis Meran und von Frankfurt bis Budapest. Zu ihr gehören alle Ordenshäuser in Deutschland, Österreich, Südtirol und Ungarn.

In Bensheim ist die Congregatio Jesu seit 1858 vertreten. Kurz nach der Ankunft der ersten Maria-Ward-Schwestern gründeten sie die Schule, die heute als Liebfrauenschule bekannt ist; mit großem Erfolg – schon 1870 konnten sie dem Gebäude einen großzügigen Erweiterungsbau hinzufügen und ein Pensionat einrichten.

1978 übertrug die Congregatio Jesu die Trägerschaft der Liebfrauenschule an das Bistum Mainz. Zum Schuljahr 2023/2024 wird das Kolping Bildungswerk Württemberg die Trägerschaft übernehmen.

Ausführliche Informationen über die Congregatio Jesu und das Leben und Wirken ihrer Schwestern gibt es unter www.congregatiojesu.de

„Wir schauen dankbar auf die vielen guten Jahre zurück, die unsere Mitschwestern in Bensheim verbracht haben“, sagt Oberin Heidrun Raabe CJ. „Und obwohl in Zukunft keine unserer Schwestern mehr hier leben wird, sind wir davon überzeugt, dass der Geist unserer Ordensgründerin Mary Ward auch weiterhin hier spürbar sein wird.“

Die ersten Schwestern des Ordens – damals aufgrund ihrer englischstämmigen Gründerin „Englische Fräulein“ genannt – kamen 1858 nach Bensheim. Dort gründeten sie eine Schule für Mädchen und später auch einen Kindergarten.

Neben dem persönlichen Wirken der Ordensfrauen sind es der Liebfrauenkindergarten und die Liebfrauenschule, die die sichtbarsten Spuren in der Stadt hinterlassen. Der Rückzug aus Bensheim wird notwendig, da die Altersstruktur der Gemeinschaft sich stark verändert hat. „Unser Orden wird in Europa kleiner. Unsere jüngeren Mitschwestern leben heute in kleineren Kommunitäten, so dass sie ihre Sendungen – ihren Dienst in der Nachfolge Jesu – frei und wirksam gestalten können“, so Schwester Heidrun Raabe CJ.

„Unsere älteren Mitschwestern können in eine Pflegeeinrichtung oder eine Kommunität für Seniorinnen umziehen, wo es Barrierefreiheit gibt und wir im Fall der Fälle für eine sehr gute Pflege sorgen können.“

Die Räume der CJ in Bensheim werden zunächst vorübergehend vom Hospiz-Verein genutzt. Die Schwestern werden sich am Ignatiustag, 31. Juli, um 11 Uhr im Gottesdienst in Sankt Georg von den Menschen verabschieden. red

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