Naturwissenschaften - Dank großzügiger Spenden Ausstattung verbessert / Selbstständiges Experimentieren möglich LFS baut Schülerinnenlabor aus

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red
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Das Schülerinnenlabor an der Liebfrauenschule konnte dank großzügiger Spenden besser ausgestattet werden. © Liebfrauenschule

Bensheim. Die Förderung in den sogenannten MINT-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – ist ein Schwerpunkt der Liebfrauenschule (LFS) Bensheim.

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Da Frauen in diesen Fächern traditionell leider immer noch unterrepräsentiert sind, kommt dieser Förderung an der LFS als Mädchenschule eine besondere Bedeutung zu.

Umso erfreulicher, dass das Schülerinnenlabor nun dank großzügiger Spender angemessen ausgestattet wird. Es war ein Versuch – berichtete der Biologe und Chemiker Nicolas Chalwatzis, als er bei der Bayer-Stiftung „science@school“ einen Zuschuss zur Ausstattung des Labors beantragte. Der Antrag war erfolgreich und mit 5000 Euro Preisgeld datiert.

Regelmäßig besuchen Klassen und Kurse der Liebfrauenschule die Schülerlabore der BASF und anderer Firmen in der Umgebung. Größere Geldbeträge spendeten auch der Rotary Club aus Heidelberg, die Soroptimistinnen – und nicht zuletzt der Förderverein der Liebfrauenschule mit 3300 Euro für das Jahr 2019.

Leopardgeckos und Guppys

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Der Geldregen bringt Segen, denn Geräte wie beispielsweise eine Mikroskop-Kamera oder eine PCR-Maschine zur Vervielfältigung der Erbsubstanz kosten viel Geld und nur mithilfe von großzügiger Unterstützung lässt sich eine sehr gute Ausstattung finanzieren.

Mit der PCR-Maschine kann man einen genetischen Fingerabdruck erstellen, was für die Leopardgecko-Zuchtgruppe im Rahmen eines „Jugend forscht“-Projektes geplant ist.

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Das Schülerinnenlabor an der LFS bietet die Möglichkeit, selbstständig außerhalb des Unterrichtes zu experimentieren und die Apparatur auch über längere Zeit stehenzulassen, was im „normalen“ Unterricht nicht möglich ist. Weiterhin werden die Schülerinnen zur Teilnahme an Wettbewerben – wie „Jugend forscht“ oder der internationalen Chemie- und Biologieolympiade – ermutigt und dabei unterstützt.

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Im Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ konnte dieses Jahr ein Team aus drei Schülerinnen mit dem Projekt „Wie wird die Flossenfarbe von Guppys vererbt“ den ersten Platz in der Sparte Biologie von „Schüler experimentieren“ erringen. Hier hat das Labor engen Anschluss an das Schulvivarium, dessen „Bewohner“ vielfache Anlässe zur Forschung bieten. Weitere experimentelle AGs aus diesem Bereich werden sich anschließen.

Sicher werden dann auch einige Schülerinnen erfahren: „Ein Versuch lohnt sich.“ Das pädagogische Ziel der Schule ist es, die Begeisterung der Mädchen und jungen Frauen für das selbstständige Experimentieren zu wecken und zu fördern, die Teilnahme an Wettbewerben zu unterstützen und naturwissenschaftliche Berufsbilder stärker in das Blickfeld der jungen Forscherinnen zu rücken. red