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Die Grünen

Kundgebung zum Weltfriedenstag

Bundestagsabgeordneter Philipp Krämer war als Gastredner in Bensheim / Ukraine-Krieg als Hauptthema

Von 
red
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Die Grünen aus Bensheim und dem Kreis Bergstraße hatten zur Friedenskundgebung eingeladen. Gastredner war MdB Philipp Krämer (l.). © Grüne

Bensheim. „Respekt, Solidarität und Frieden“ war das Motto der Kundgebung, zu der Bündnis 90/Die Grünen aus Bensheim und dem Kreis Bergstraße aufgerufen hatten. Anlass war der Weltfriedenstag, den die UN-Generalversammlung 1981 verkündet hat und der jährlich im September stattfindet.

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Es soll ein Tag des Waffenstillstandes und der Gewaltlosigkeit sein. Angesichts der seit vielen Jahren bekannten globalen Konflikte und dem seit Februar 2022 hinzugekommenen Ukrainekrieg habe der Tag an Bedeutung gewonnen und sei ein wichtiges Zeichen für den Frieden, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.

Gastredner war Philipp Krämer, Bundestagsabgeordneter der Grünen und Mitglied des Verteidigungsausschusses. Er sprach am Bürgerwehrbrunnen in Bensheim zu den aktuellen Zusammenhängen von Frieden und Gerechtigkeit. Spätestens 2022, wenn nicht schon 2014 mit der Besetzung der Krim, ist der Krieg nach Europa zurückgekommen. Der schreckliche Angriffskrieg in der Ukraine wird uns noch weiter beschäftigen. Es brauche daher starke Stimmen für den Frieden.

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Außenministerin Annalena Baerbock habe die Aufmerksamkeit wieder darauf gerichtet, welche Auswirkungen der Krieg auf die Bevölkerung hat und dass diese uns noch Jahrzehnte beschäftigen werden. Krämer erklärte, wie wichtig internationale Verträge sind und dass geächtete Waffen nicht eingesetzt werden dürften. So haben für ihn Verträge zur nuklearen Abrüstung weiter eine zentrale Bedeutung. Die Diplomatie habe es derzeit schwer, aber es sei wichtig, diese fortzuführen, betont der Bundestagsabgeordnete.

Putin sei der Mann, der den Krieg sofort beenden könnte, indem er die Gebiete zurück gibt und sich zurückzieht. Dann gebe es die Möglichkeit, alles aufzuarbeiten. Krämer betonte, nur die Aufarbeitung könne zur Versöhnung führen. Krämer erklärte auch, dass ein Volk, das angegriffen wird, das Recht zur Selbstverteidigung haben müsse. Das müssten wir zugestehen, weil wir sonst das Recht des Stärkeren gelten lassen würden. Es sei jetzt eine wichtige Zeit, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzustehen. Krämer dankte den Grünen für die Ausrichtung der Friedenskundgebung, denn es sei wichtig, die Kriege und das Sterben auf der Welt nicht zu vergessen.

Vom Ortsverband des DGB sprach Günther Schmidl. Er sagte, der Weltfriedenstag sei ein zentraler Tag der Erinnerung und des Mahnens. „Wir müssen alles tun, um Frieden auf der Welt zu schaffen.“ Eine Forderung des DGB sei, dass es keinen neuen Rüstungswettlauf geben dürfe. Die Waffen müssten endlich schweigen und es brauche eine internationale Friedensordnung. Schmidl appelliert an die russische Führung, die Truppen sofort aus der Ukraine zurückziehen. Der sinnlose Krieg in der Ukraine müsse schnellstens beendet und den Menschen eine Zukunft in Frieden gegeben werden.

Für die Grüne Jugend sprach Daniel Fendrich. Er betonte in seiner Rede, dass Frieden in Europa ein wichtiges Gut sei und wir, wenn wir die geopolitischen Auseinandersetzungen ignorieren, ebenfalls mit negativen Folgen konfrontiert würden, die die Sanktionen und deren Folgen aufwiegen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Michael Krapp, Vorstand des Ortsverbandes Bensheim. Für ihn ist wichtig, dass Frieden von Gerechtigkeit kommt. Gerechtigkeit komme durch Recht. Auch deshalb seien die Menschenrechte und das Völkerrecht von so hoher Bedeutung.

Das Duo Sax‘n Guitar mit Hans-Jürgen Boysen-Stern und Rainer Michels gab mit musikalischen Einlagen der Veranstaltung einen würdevollen Rahmen und den Teilnehmern die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. red

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