Ortsbeirat Schwanheim - Gremium findet das Bauvorhaben „wenig gelungen“ / Auch bei den weiteren Themen herrscht Unzufriedenheit Kritik am Anbau für die Feuerwehr

Von 
Jeanette Spielmann
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Den neuen Anbau an das Schwanheimer Feuerwehrgerätehaus hält der Ortsbeirat optisch für wenig gelungen. Er passe sich nicht an den Gebäudebestand an, so die Meinung des Gremiums. © Funck

Schwanheim. Gerne bezeichnen Bürgermeister bei entsprechenden Anlässen ihre Stadtteile als Augen und Ohren der Verwaltung vor Ort. Wer in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Schwanheim im Dorfgemeinschaftshaus war, musste allerdings den Eindruck gewinnen, dass die Stadtverwaltung Bensheim mit ihren „Sinnesorganen“ nicht gerade pfleglich umgeht. Zum wiederholten Mal wurde bei den Ortsbeiräten vorhandener Frust mehr als deutlich.

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Dass sich die Schwanheimer ungehört und allein gelassen fühlen, wurde an verschiedenen Punkten deutlich. So gab es beispielsweise bezüglich des Sachstandsberichtes zum Feuerwehrgerätehaus nur eine kurze Info, dass die Maßnahme im Zeitplan liegt, bis Oktober abgeschlossen und das Haus dann wieder bezugsfertig ist. Das war es aber auch schon mit den positiven Aspekten, denn optisch ist man mit dem Anbau alles andere als zufrieden.

„Das hätte ich mir optisch etwas schöner gewünscht“, war von Sigurd Leinert zu hören und Ortsvorsteher Gerald Kunzelmann konnte sich die Bemerkung „hingeklatscht“ nicht verkneifen. Jeder Bauherr müsse sich mit seiner Maßnahme an der Umgebung orientieren, stellte er fest, dass beim Feuerwehrhaus die Integration in den Gebäudebestand nicht gelungen sei.

Unerfreulich und unbefriedigend ist für den Ortsbeirat auch die Situation beim früheren Sparkassenraum. Vor zwei Jahren hatte das Geldinstitut die Räumlichkeiten aufgegeben und Ziel war es, die Räume so herzurichten, dass sie genutzt werden können – beispielsweise als Konferenzraum.

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Dazu sollten die Einbauschränke und das Waschbecken entfernt werden. Passiert ist bisher nichts – und wie der Antwort auf eine Anfrage zu entnehmen ist, wird sich auch nichts tun, denn der Ortsbeirat soll alles selbst machen. Der Frust des Ortsvorstehers („der Umgang ist verbesserungswürdig“) war unübersehbar, wenn auch angesichts der Umstände noch sehr zurückhaltend. Denn die Raumsituation ist nicht so, dass es mit Anlegen und Streichen allein getan ist.

Nach wie vor problematisch ist die Nichteinhaltung der Verkehrsführung im Zusammenhang mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt. Zwar gebe es bezüglich der Baumaßnahme selbst keine Veranlassung zur Kritik, lobte Kunzelmann ausdrücklich die bauausführende Firma, die sehr kooperativ sei. Auch liege man im Zeitplan.

Autofahrer kontrollieren

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Die großräumige Umfahrung von Schwanheim funktioniere allerdings nicht, wurde zum wiederholten Mal auf Verkehrsteilnehmer hingewiesen, die trotz der Hinweise auf die gesperrte Ortsdurchfahrt über Schwanheim von und nach Groß-Rohrheim fahren und dabei Feldwege in Anspruch nehmen. Das Problem ist seit Beginn der Bauarbeiten bekannt und es wurde auch immer wieder darauf hingewiesen, beklagt der Ortsbeirat die mangelnde Kontrolle. Solange dieses Verhalten nicht mit einer Ordnungswidrigkeit geahndet werde, dürfte sich an der Situation auch nichts ändern.

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Zum wiederholten Male in Erinnerung gerufen wurde auch der Wunsch nach einer Schulwegsbegehung. Hintergrund ist der Abschnitt zwischen den Straßen Am Falltor und Im Alengarten. Dieser ausschließlich als Schulweg vorgesehene Abschnitt führt durch Privatgrundstücke und wird inzwischen aber auch häufig von Zweiradfahrern – mit und ohne Motor – benutzt. Zum Ärger der Anwohner, die zwischenzeitlich auch einen Blumenkübel zur Geschwindigkeitsreduzierung aufgestellt haben. Dieser, so Michael Meyer, werde aber immer wieder verschoben. Ein Wunsch der Anwohner sei, das Schild mit Hinweis auf den Schulweg an der Falltor-Seite wieder aufzustellen.

Verbesserungsbedarf sieht der Ortsbeirat zudem bei der Pflege des Rasenfeldes des örtlichen Sportvereins. Auch darauf hatte der Sportwart des SV Schwanheim schon mehrfach aufmerksam gemacht. Aufgrund einer Vereinbarung wird der Schwanheimer Rasen vom VfR Fehlheim gemäht, der mit der erforderlichen Maschine ausgestattet ist.

Das Ergebnis ist allerdings mehr schlecht als recht, dokumentiert das Udo Hölzel mit entsprechenden Fotos. Dass es anders geht, hatte der KMB bewiesen, der zwischenzeitlich die Mäharbeiten ersatzweise übernommen hatte.

Weihnachtssterne

Am Ende machte Ortsvorsteher Kunzelmann noch auf die Weihnachtsstern-Aktion aufmerksam, die nach dem Ortsjubiläum in Angriff genommen worden war, um Schwanheim in der Adventszeit ein stimmungsvolles Ambiente zu geben.

Ziel ist, die Rohrheimer Straße bis zum Ender laufenden Legislaturperiode komplett mit dieser Weihnachtsbeleuchtung auszustatten. Zur Ausrüstung weiterer Laternen mit diesen Sternen werden die 1000 Euro des Stadtteil-Budgets genutzt, aber auch die Bewohner sind aufgerufen, sich nach Möglichkeit mit Spenden an dieser Aktion zu beteiligen.

Freie Autorin