Zweckverband - KMB und Abfallverwertung Südhessen unterzeichnen Absichtserklärung Klärschlamm in Darmstadt verbrennen

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red
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In der Kläranlage des KMB in Bensheim fallen jährlich 3800 Tonnen Klärschlamm an. Dieser soll künftig in Darmstadt verbrannt werden. © Zelinger

Bensheim. Die Vertreter der Zweckverbände Abfallverwertung Südhessen (ZAS) und Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) haben am Donnerstag die Absichtserklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der zukünftigen Klärschlammentsorgung samt Phosphorrecycling unterzeichnet, wie es in einer Pressemitteilung des KMB heißt.

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Der ZAS, der in seinem Müllheizkraftwerk Darmstadt bereits den Restmüll seiner Mitglieder, also dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Stadt Darmstadt und dem Odenwaldkreis sowie weiterer kommunaler Partner wie der Landkreise Groß-Gerau und in Teilen auch Bergstraße verbrennt, hat im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Realisierung einer Monoklärschlammverbrennungsanlage in Darmstadt geprüft. Die Ergebnisse der Studie liegen mittlerweile den zuständigen Gremien zur weiteren Beratung vor.

Nicole Rauber-Jung, Erste Stadträtin der Stadt Bensheim und Verbandsvorsteherin des KMB, würdigte die gemeinsame Absichtserklärung zur Klärschlammentsorgung als zukunftsweisenden Schritt in der interkommunalen Zusammenarbeit. „Die geplante Anlage bietet dem KMB eine sichere, wirtschaftliche und ressourcenschonende Lösung für die Entsorgung seiner jährlich 3800 Tonnen Klärschlamm“.

Karl Josef Kuhn, Beigeordneter der Gemeinde Lautertal und stellvertretender Verbandsvorsteher, begrüßt zudem die geringe Distanz künftiger Entsorgungswege: „Der Klärschlamm müsste von Bensheim lediglich nach Darmstadt transportiert werden – kurze Wege bedeuten weniger CO2-Emissionen und schützen unser Klima“.

„Auf einem guten Weg“

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Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg und Verbandsvorsitzender des ZAS, schätzt den Schulterschluss mit dem KMB. „Zusammen mit dem Kreis Bergstraße werden wir mittelfristig eine zentrale Lösung für die Klärschlammverwertung in Südhessen anstreben und gestalten. Im Sinne einer umweltschonenden Kreislaufwirtschaft begeben wir uns hier auf einen guten Weg, indem wir den regional anfallenden Klärschlamm auch regional verwerten werden.“

André Schellenberg, Stadtkämmerer der Wissenschaftsstadt Darmstadt und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ZAS, unterstreicht: „Die Klärschlammmengen des KMB steigern zudem die Möglichkeit, eine entsprechende Anlage zukunftsfähig und zu kostendeckenden Konditionen für interessierte Anlagen des Landkreises Darmstadt Dieburg und weiterer kommunaler Partner zu gestalten.“

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Andreas Niedermaier, Vorstand Personal und Infrastruktur der Entega AG, welche die Geschäfts- und Betriebsführung des ZAS innehat, unterstreicht die angekündigte Kooperation der Zweckverbände: „Die Unterzeichnung der interkommunalen Zusammenarbeit mit dem KMB ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, die Klärschlammmonoverbrennungsanlage in Darmstadt Realität werden zu lassen.“ red