AdUnit Billboard
Kommunalpolitik - Sozialdemokraten äußern sich zur Erhöhung der Elternbeiträge

Kita-Gebühren in Bensheim: SPD sieht Land in der Pflicht

Von 
red
Lesedauer: 

Bensheim. Über 14,8 Millionen Euro gibt die Stadt 2022 für Kindertagesbetreuung aus. Das macht annähernd 15 Prozent der Haushaltseinnahmen aus – Tendenz steigend. Die große Nachfrage an Kita-Plätzen, insbesondere für unter Dreijährige, wird auch in den nächsten Jahren schwer auf den kommunalen Geldbeutel drücken und als Folge klammer Stadtkassen höhere Gebühren von Familien abverlangen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

„Ohne weiteres Einschreiten von Landesseite kann es nicht mehr laufen“, macht Josefine Koebe in einer Pressemitteilung deutlich. Die SPD-Stadträtin forscht hauptberuflich als Volkswirtin zur Frühen Bildungs- und Familienpolitik und weiß um die Auswirkungen, die mit hohen Gebühren einhergehen. Gerade den Kindern, die besonders von guter früher Bildung profitieren würden, wird der Zugang dadurch erschwert.

Newsletter "Guten Morgen Bergstraße"

Auch gäbe es wissenschaftliche Evidenz dafür, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf Grund steigender Kita-Gebühren beeinträchtigt wird und insbesondere Frauen ihre Erwerbstätigkeit anpassen. „Da müssen wir uns über bestehende Lohnlücken zwischen Männern und Frauen in Deutschland nicht wundern“, bringt Koebe zum Ausdruck.

Mehr zum Thema

Am Mittwoch

Versammlung der Bensheimer SPD

Veröffentlicht
Von
red
Mehr erfahren

Im Zuge der derzeitigen Haushaltskonsolidierung wurde der Magistrat der Stadt Bensheim beauftragt, eine Änderung der Gebührensatzung und eine Erhöhung der Kita-Gebühren vorzuschlagen. Der aktuelle Beschlussvorschlag sieht vor, insbesondere die Gebühren für Kinder über drei Jahren zu erhöhen, da für diese Altersgruppe bereits das Land Hessen sechs Stunden Betreuung pro Tag subventioniert und demzufolge die Beiträge für die Eltern gering ausfallen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

„Für die Unter-Dreijährigen übernimmt das Land bisher nichts, weshalb man sich eine Betreuung für ein- und zweijährige Kinder auch leisten können muss. Hier war es uns wichtig, die bestehenden Beiträge nur geringfügig zu erhöhen“, betont Fraktionsmitglied Eva Middleton.

Es bleibt ein fader Beigeschmack für die Genossen, den Arm für die neue Beitragssatzung zu heben, vor allem da Familien ganz besonders von der Corona-Krise gebeutelt und ständig mit Ausfällen der Betreuung konfrontiert waren. Aber man stehe auch zu der Aufgabe, die man sich in der Koalition mit CDU und FDP gesetzt habe, das Haushaltsdefizit wieder in den Griff zu bekommen.

„Die dramatisch steigenden Ausgaben für die Kindertagesbetreuung nehmen Bensheim zunehmend den finanziellen Handlungsspielraum. Hier sehen wir die Landesebene in Verantwortung, eine Entlastung für sowohl Kommunen als auch Eltern voranzutreiben“, fasst Fraktionsvorsitzender Jürgen Kaltwasser die Forderung der SPD zusammen. red

AdUnit Mobile_Footer_1