Straßenbau - Die Arbeiten in der Märkerwaldstraße werden durch die Corona-Pandemie bisher nicht ausgebremst / Auch in Schwanheim keine Verzögerungen In Gronau läuft derzeit alles nach Plan

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Jeanette Spielmann
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Die Sanierung der Märkerwaldstraße beschäftigt die Gronauer Ortsgemeinschaft schon seit Monaten. © Neu

Bensheim. Unbeeinflusst von den Auswirkungen der Corona-Pandemie wird an den beiden Großbaustellen im Bensheimer Stadtgebiet gemäß dem Zeitplan gearbeitet. Weder in Gronau noch in Schwanheim gebe es Verzögerungen des Arbeitsablaufes aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation. „Es läuft alles ganz normal“, bestätigt Geschäftsführer Frank Daum vom Zweckverband KMB, der die beiden Straßenbaumaßnahmen für die Stadt Bensheim umsetzt.

Abriss sorgte für Probleme

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Lediglich in Schwanheim wurde die Planung kurzfristig etwas ausgebremst, was aber weder mit Corona noch mit dem KMB zu tun hatte. Die baulichen Aktivitäten eines Anwohners im Junkergarten machten eine länger als vorgesehene Sperrung der Straße „Am Junkergarten“ erforderlich. Nach dem Abbruch eines Hauses und dem Ausheben einer Baugrube für den Keller sei die Stabilität der Straße nicht mehr gewährleistet gewesen – und die Verkehrsfreigabe konnte nicht erteilt werden. Nach Fertigstellung des Kellers war das Problem beseitigt und seit Ende vergangener Woche läuft – wie berichtet – wieder der Einbahnverkehr durch den Junkergarten in Richtung Fehlheim.

Aktuell wird bei der Sanierung der Rohrheimer Straße planmäßig am dritten Bauabschnitt gearbeitet. In dem Abschnitt zwischen Junkergarten und Weyrichstraße geht es um die Herstellung der hier aufgrund des Straßenquerschnitts vorgesehenen Mischfläche. Zurzeit sind die Bordanlagen und Gehwege dran, danach wird die Fahrbahn fertiggestellt. Bis zum Sommer sollten die Arbeiten erledigt sein.

Danach folgt der vierte und letzte Bauabschnitt, der den Bereich zwischen Weyrichstraße und Kurve am Ortsausgang betrifft. Daum geht davon aus, dass die Gesamtmaßnahme etwa im Oktober abgeschlossen sein dürfte.

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Auch in Gronau läuft es nach holprigem Start planmäßig. Nachdem es aufgrund des Engagements der Bürgerschaft eine Umplanung bei der Bachmauer gab und anstelle des Einbringens von Spundwänden die Herstellung einer Bohrpfahlwand gewählt wurde, wird aktuell am zweiten Bauabschnitt zwischen Hintergasse und Hausnummer 119 gearbeitet.

Im ersten Bauabschnitt sind die Arbeiten abgeschlossen, dort fehlen laut KMB nur noch die Geländer auf den drei Anwohnerbrücken und entlang des Bachlaufs, die noch lackiert werden müssen. Im zweiten Bauabschnitt wurde mit dem Abbruch der Anwohnerbrücken sowie der Verrohrung und Verfüllung des Meerbachs begonnen. Dadurch werde der fußläufige Zugang zu den Grundstücken gewährleistet. Zudem wurden die Kanalhausanschlüsse erneuert.

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In dieser Woche starteten die Arbeiten zur Herstellung der Bohrpfahlwand, die besonders aufwendig sind. Denn in der Stützmauer verlaufen Ver- und Entsorgungsleitungen, die im Vorfeld geortet werden müssen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Versorgungsunternehmen erfordern. Die Errichtung der Bohrpfahlwand erfolgt von oben nach unten, also von Hausnummer 119 bis zum Anschluss an den abgeschlossenen ersten Bauabschnitt in Höhe Hintergasse.

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Steht die neue Bachstützwand, werden die diversen Brückenbauwerke entsprechend der Wünsche der Anwohner hergestellt, der Meerbach aus den Rohren befreit und die komplette Straße erneuert. Wenn alles so reibungslos weiterläuft, rechnet KMB-Geschäftsführer Daum bis Ende November mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts.

Seit Mitte März gelangen die Bewohner des Oberdorfs über eine asphaltierte Umleitungsstrecke ins Unterdorf. Sie ist entsprechend ausgeschildert und verläuft oberhalb der Märkerwaldstraße über landwirtschaftliche Fläche und verbindet den Pitzweg im Oberdorf mit der Straße „In der Baumreihe“ im Unterdorf.

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