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Bildung - Berufliche Schule wird für ihr Engagement in Sachen Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet

Hessisches Gütesiegel für Kübel-Schule

Von 
red
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An der Karl-Kübel-Schule herrscht Freude über die erfolgreiche Zertifizierung als Schule mit „vorbildlicher Beruflicher Orientierung“. © KKS

Bensheim. Die Karl-Kübel-Schule (KKS) erhält das „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“. Damit werden Schulen ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Berufs- und Studienorientierung in herausragender Weise profiliert haben. Allen Beteiligten wurde in diesem Zertifizierungsverfahren 2019/20, das sich pandemiebedingt bis in den Sommer 2021 hinzog, ein hohes Maß an Kommunikation, Flexibilität, Kreativität, Geduld und Ausdauer abverlangt.

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Das Gütesiegel ist zu Beginn des Schuljahres 2010/11 in Hessen ...

Das Gütesiegel ist zu Beginn des Schuljahres 2010/11 in Hessen eingeführt worden. Es wird an Schulen vergeben, die eine vor bildliche berufliche Orientierung mit Förderung der Ausbildungs reife nach den OloV-Qualitätsstan

Nachdem die Bewerbung der KKS bereits im Herbst 2019 erfolgte, musste das für die Zertifizierung notwendige Audit wegen der Pandemie mehrmals verschoben werden. Im Frühjahr war es dann endlich soweit, die externen Auditoren konnten an der Schule begrüßt werden, um das Berufsorientierungskonzept genau prüfen zu lassen.

„Das Kollegium der Karl-Kübel-Schule ist seit vielen Jahren sehr aktiv im Bereich der Berufs- und Studienorientierung, im regelmäßigen Turnus von zwei Jahren findet zum Beispiel die Jobbörse statt, auch das dreiwöchige Praktikum im Beruflichen Gymnasium ist in der Qualifikationsphase seit vielen Jahren fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts“, erläutert Mutgard Hornbacher, die pädagogische Leiterin der studienqualifizierenden Bildungsgänge. „Mit unserer Bewerbung für das Gütesiegel kam es uns darauf an, dass externe Fachleute den Blick von außen auf das Konzept der Schule werfen und es genau unter die Lupe nehmen.“

Viele Unsicherheiten durch Corona

Die Karl-Kübel-Schule hat die Zertifizierung erfolgreich bestanden und konnte kurz vor den Sommerferien das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung des Landes Hessen in Empfang nehmen. Die feierliche Auszeichnung fand in diesem Jahr virtuell statt und stand unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammer.

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Für viele Schüler brachte die Corona-Pandemie Unsicherheiten und Probleme bei der Berufsorientierung mit sich. Ausbildungs- und Praktikumsplätze wurden gestrichen, Assessment-Center wurden abgesagt. Für das Team Berufsorientierung der stellte sich die Frage, wie während der Lockdown-Zeit Unterstützung organisiert und bewährte Angebote wie die beliebte Jobbörse ersetzt werden können.

Chance für Innovation

Aber Krisenzeiten sind auch immer Chancen für Innovation: Nach und nach entstand ein hybrides Angebot, das persönliche Beratung und digitale Hilfen kombinierte. So konnte eine funktionierende Berufsorientierung auch unter den erschwerten Umständen gesichert werden. Das Konzept erlangte Aufmerksamkeit über die KKS hinaus und dient mittlerweile mehreren Schulen als Beispiel für ein eigenes hybrides Angebot in Berufsorientierung.

„Unserem Verständnis von Berufs- und Studienorientierung nach besteht die Aufgabe der Schule darin, keine beruflichen Ziele vorzugeben, sondern Räume zu eröffnen, in denen individuelle inspirierende Erfahrungen gemacht werden können, die am Ende der Schulzeit zu einer reflektierten Entscheidung für einen weiteren Weg führen. Die Schule kommt den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler durch differenzierte Wahlmöglichkeiten entgegen“, so der Koordinator Berufsorientierung Dr. Christian Lannert.

Im Rahmen der Gütesiegelfeier gratulierte Heinrich Gringel, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, den ausgezeichneten Schulen und betonte bei seiner Begrüßung, dass die Berufsorientierung ein sehr wichtiges Zukunftsthema ist. „Nicht nur dem Handwerk ist schon seit langem klar, dass eine frühzeitige Berufsorientierung notwendig ist. Wir müssen unseren Kindern so früh wie möglich erklären, wie die Berufswelt aussieht und wie vielfältig sie ist. Berufs- und Studienorientierung kann nicht früh genug beginnen und sie kann nicht intensiv genug angeboten werden.“

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Eine wichtige Rolle bei der Berufsorientierung komme den Schulen in Hessen zu. Schulen, Lehrkräfte und natürlich auch Eltern seien wichtige Ansprechpartner für die Entscheidung eines jungen Menschen, wenn es um seine berufliche Zukunft geht.

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir betonte in seinem Video-Grußwort: „Wir wollen, dass nicht nur jede und jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz findet, sondern dass dieser auch passt. Das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen zeichnet Schulen als wichtige Institutionen in diesem Berufswahlprozess aus. Mit ihrem Engagement und mit ihrer abgestimmten Berufsorientierung tragen alle ausgezeichneten Schulen wesentlich dazu bei, spätere Ausbildungs- und Studienabbrüche zu verhindern.“

Zurück zur Normalität

Kultusminister Alexander Lorz hob den Stellenwert des Gütesiegels als Auszeichnung für die Schulen hervor, die sich gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern in ganz besonderer Weise der Aufgabe verschrieben haben, Schülern den Weg in die berufliche und universitäre Zukunft zu ebnen.

„Gerade in der Berufs- und Studienorientierung ist es nach den pandemiebedingten Einschränkungen von großer Bedeutung, schnell zur Normalität zurückzukehren. Ruhe und Planungssicherheit in der täglichen Arbeit werden im kommenden Schuljahr dafür sorgen, dass unsere Schülerinnen und Schüler wieder Erfahrungen im Praktikum, bei Betriebsbesichtigungen oder an Schnuppertagen in der Universität sammeln können.“ red

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