Christoffel-Blindenmission - Aufklärungskampagne zur Eindämmung des Corona-Virus in Bangladesch Händewaschen kann Leben retten

Von 
red
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Bensheim. Roman Hossain aus Bangladesch und seine Mitstreiter sind unermüdlich im Kampf gegen Corona im Einsatz: Sie verteilen Flugblätter und Desinfektionsmittel in ihrem Heimatort Savar, nicht weit von der Hauptstadt Dhaka.

Roman Hossain aus Bangladesch verteilt Desinfektionsmittel. © CBM/CDD
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Mit dem Megafon ziehen sie durch die Straßen und erklären den Menschen, wie wichtig es ist, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen und Abstand zu halten, um sich vor dem Virus zu schützen. Der 32-jährige Mann gehört zu einem freiwilligen Katastrophenschutz-Komitee in seiner Gemeinde.

Aufgebaut und geschult wurde das Komitee vom Centre for Disability in Development (CDD), einem lokalen Partner der Christoffel-Blindenmission (CBM). „Viele Menschen in unserer Gemeinschaft können weder lesen noch schreiben und leben in großer Armut“, berichtet Roman Hossain. „Mit dieser Kampagne haben wir ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie wichtig Hygiene ist.“ Denn Händewaschen, das hat Roman immer wieder erklärt, kann Leben retten.

Behinderte werden oft vergessen

Mit ihrer Arbeit erreichen die Mitglieder des Komitees vor allem auch solche, die sonst kaum Hilfe bekommen. Menschen mit Behinderungen sind vom Virus besonders bedroht: „Sie leiden generell am meisten unter schlechter Gesundheitsversorgung und erhalten häufig als letzte Hilfe“, erklärt CBM-Vorstand Rainer Brockhaus.

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„Oft können sie aus eigener Kraft keine Vorräte anlegen oder Gesundheitsstationen erreichen. Sie dürfen in der Corona-Krise nicht vergessen werden. Das funktioniert am besten, wenn Menschen mit Behinderungen aktiv eingebunden werden“, so Brockhaus.

In dem Freiwilligen-Komitee, in dem sich Roman Hossain engagiert, wirken daher auch behinderte Menschen tatkräftig mit. So wie Roman Hossain selbst. Als Kind war er schwer erkrankt, heute sitzt er im Rollstuhl. Roman Hossain kennt die Belange der Betroffenen besonders gut, er weiß, was es bedeutet, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

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Brockhaus fordert: „Um Menschen mit Behinderungen in dieser Krise zu schützen, müssen wir sicherstellen, dass sie mit dem Lebensnotwendigsten versorgt sind: Sie brauchen neben Essen Zugang zu Wasser, Seife und Desinfektionsmitteln.“ Schon seit Jahren arbeitet die CBM an einer Stärkung der Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern. „Das zahlt sich jetzt aus“, so Brockhaus weiter: „Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen, sondern müssen dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderungen weltweit immer das bekommen, was sie jeweils am meisten benötigen.“ In der aktuellen Krise ist vor allem auch Aufklärungsarbeit gefragt.

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Roman Hossain und die anderen Mitglieder des Freiwilligen-Komitees leisten dazu einen besonders wichtigen Beitrag. red

Info: Weitere Informationen unter www.cbm.de