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Weltnaturerbe

Grube Messel – Fenster zur Urzeit

SPD unternahm einen informativen Ausflug

Von 
wf
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Die Bensheimer SPD besuchte die Grube Messel. © SPD

Bensheim. Nach langer Corona-Pause hatte die SPD Bensheim wieder Mitglieder und Freunde zu einer Ausflugsfahrt eingeladen – und zwar in die Grube Messel, die durchaus als Fenster zur Urzeit betrachtet werden kann. Dieser stillgelegte Ölschiefer-Tagebau wurde 1995 zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt und ist seit 2010 auch für Besucher zugänglich.

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Im Rahmen einer einstündigen Führung am Nachmittag erfuhren die Teilnehmer Interessantes über die Urzeitfunde und die Geschichte der Grube Messel, in der bis in die 70er Jahre Ölschiefer abgebaut und verschwelt wurde. Danach rückte Messel als Fossilienfundstätte in den Vordergrund und ist seit 1995 in der Welterbeliste der Unesco verzeichnet. Sie gibt einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere und dokumentiert die Entwicklungsgeschichte der Erde vor 48 Millionen Jahren und zwar in einem für geologische Verhältnisse sehr engen Zeitraum nach dem Aussterben der Dinosaurier.

Nach vulkanisch bedingter Wassereruption bildete sich am Boden eines verbliebenen Sees Faulschlamm aus Grünalgen praktisch ohne den die Verwesung beschleunigenden Sauerstoff. Wohl durch dabei entstandene giftige Gase kamen die Tiere zu Tode und wurden in dem Faulschlamm konserviert, letzten Endes in Ölschiefer eingebettet. Dies erklärt den einmalig guten Erhaltungszustand dieser Fossilien.

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red
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In den 70er Jahren wäre in der Grube Messel beinahe eine riesige Mülldeponie entstanden, 1985 wurde dieser Beschluss von der damaligen rot-grünen Landesregierung ausgesetzt. Nach Änderung der Mehrheitsverhältnisse im Landtag sollte diese Aussetzung wieder zurückgezogen werden, aber der Einsatz der Messeler Bürgerinitiative zur Verhinderung der Mülldeponie erreichte, dass die Pläne endgültig fallengelassen wurden und so dieses Welterbe erhalten blieb.

Nach der Führung in der Grube gab es noch Gelegenheit, die Ausstellungsräume im Besucherzentrum zu besichtigen, danach ging die Fahrt bei sonnig schönem Wetter quer durch den Odenwald, wo schließlich in einem Landgasthof in Fürth-Kröckelbach eingekehrt wurde. Dort wurde nicht nur gut gespeist, es gab auch viele anregende Gespräche unter den Mitreisenden. Alle waren sich am Ende einig, dass dies eine sehr interessante und informative Exkursion war. wf

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