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Stadtarchiv - Erinnerung an Zwangsarbeiter in Hochstädten während der Nazi-Diktatur

Grabplatte für Zwangsarbeiter in Hochstädten ausgetauscht

Von 
ps
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Das Unternehmen Natursteine Groh erneuerte kürzlich die Infotafel und Namensplatte des Auerbacher Grabdenkmals, mit dem an die 22 dort beerdigten Zwangsarbeiter aus dem Rüstungsbetrieb Heymann erinnert wird. © Stadt

Bensheim. Bereits 1946 wurde auf Initiative der amerikanischen Militärbehörde das Grabfeld für die getöteten Zwangsarbeiter aus dem Rüstungsbetrieb Heymann am Ostrand des Auerbacher Friedhofs angelegt.

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Sie waren in den letzten Kriegsmonaten aus Athen verschleppt worden und mussten unter unmenschlichen Bedingungen in den Stollen des beschlagnahmten und zum Rüstungsbetrieb umfunktionierten Marmoritwerks in Hochstädten arbeiten.

Die Fertigstellung der Grabplatte mit 16 Namen unterschiedlicher Nationalität und zwei Unbekannten erfolgte 1947 durch den Auerbacher Handwerker Alois Friedel. Intensive Recherchen des Stadtarchivs Bensheim machten nun eine Erneuerung der Namenstafel erforderlich. Inzwischen ist erwiesen, dass im Rüstungsbetrieb Hans Heymann insgesamt 35 Menschen an den Folgen der Zwangsarbeit gestorben sind.

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Von ihnen sind in der Grabstätte in Auerbach nachweislich acht Griechen, sieben Russen und sieben Polen bestattet. Um den bisher nicht namentlich aufgeführten Opfern gerecht zu werden, ist nun nach über sieben Jahrzehnten die Grabplatte aktualisiert und ausgetauscht worden.

Auf ihr sind alle inzwischen bekannten 19 Namen sowie drei unbekannte griechische Staatsbürger aufgeführt. Die Schreibweise richtet sich, so die städtische Pressestelle, nach den Sterbeeinträgen aus den Standesamtsregistern: Josef Chabera, Boguslav Ciesielski, Luzian Dawidko, Franciszek Dziasek, Stanislaus Gajaarski, Marian Kalinowski, Kazimir Kowalski, Wladislaus Kozlowski, Kazimierz Kwietniak, Wlodzimierz Lipowski, Adam Marmusiewicz, Victor Mscichowski, Nikofaos Prentas, Franz Samatorkan, Alexander Samokine, Theodoros Sawaidis, Wasili Smirno, Ignaz Stys und Trifon Georgoglu. ps

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