Kübel-Schule

Gegen Hassrede zur Wehr setzen

Wanderausstellung und Workshops für über 180 Jugendliche

Von 
red
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In der Karl-Kübel-Schule konnten die Schüler eine Wanderausstellung über Hassrede und Workshops gegen Diskriminierung besuchen. © Schule

Bensheim. In der Wanderausstellung „Hate Speech – Demokratie to go“, die Mitte Oktober an der Karl-Kübel-Schule ausgestellt war, konnten Interessierte anhand von 18 Wandtafeln, drei Kurzfilmen und drei Workshops lernen, wie sie sich aktiv gegen Hate Speech (Hassrede) aussprechen können.

Insgesamt haben elf Klassen mit 185 Schülerinnen und Schülern sowie zahlreiche Besucher an der Veranstaltung, die vom Team Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage der KKS organisiert wurde, teilgenommen und Strategien gegen Diskriminierung kennengelernt.

Ob im Netz, auf der Straße, im Fußballstadion oder an anderen Orten: Überall können Menschen betroffen sein. Manchmal richtet sie sich ganz bewusst gegen eine bestimmte Person, oft ist man sich aber der Wirkung von Gesagtem oder Gelesenem nicht bewusst, die Betroffenen trifft es dafür meist umso schlimmer.

Beeinflusst Meinungsbildung

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Die Ausstellung setzt sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema „Hate Speech“ auseinander. In Kurzfilmen, einer Fotostory, einem Poetry-Slam und Textabschnitten wird erklärt, was „Hate Speech“ ist, wie man dagegen vorgehen kann (etwa durch „Counter-Speech“) und wie im schlimmsten Fall „Hate Speech“ zu „Hate Crime“ wird, denn auch das gehöre zum traurigen Alltag, wie man am Mord des Politikers Walter Lübcke 2019 erkennen kann.

Sie beeinflusst unsere Meinungsbildung und somit auch unsere politischen Einstellungen. Gerade dann, wenn wir Hate Speech und Desinformation wie Fake News nicht widersprechen, werden sie wirksam, heißt es in einer Pressemitteilung der Kübel-Schule. Die digitale Revolution fordert unsere Demokratie heraus, sich weiter zu entwickeln. Erste Informationen und Ansatzpunkte konnten die Besucher in den drei Workshops „Stop Hate Speech“ (Formen, Counter-Speech, Rechtslage), „Halt’s Maul, sonst …!“ (Diskriminierung, Adultismus, Prävention) und „Was glaubst du denn?“ (Beleidigungen und Abwertungen rund um das Thema Religion, Geschlecht und Kultur; wie wehre ich mich dagegen?) erlangen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, lasse sich dieses Problem wirksam lösen.

Die Wanderausstellung und das Projekt wurden vom Jugendaktionsprogramm „Partizipation“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Jugendbildung Hessen der IB Südwest gGmbH finanziert. red

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