Sankt Laurentius - An den Fastensonntagen gibt es ein Meditationsangebot in der Kirche Gefahren, Glück und Glaube

Von 
red
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Bensheim. Im Rückblick auf das bisherige Leben kann man falsche Wege erkennen, die man umschifft hat oder auch nicht. Was bedeutet das für das weitere Handeln und kann man dabei die Hilfe Gottes entdecken?

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In der Fastenzeit bietet die katholische Kirche Sankt Laurentius in Bensheim vom zweiten bis zum fünften Sonntag in der Fastenzeit, also am 28. Februar, 7., 14. und 21. März, jeweils beliebig wählbar in der Zeit zwischen 14 und 16 Uhr, in der Kirche eine Meditation basierend auf den vier Antwortpsalmen der österlichen Bußzeit an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In den vergangenen Monaten steht nahezu alles unter dem Vorzeichen von Corona. Dem können wir uns nicht entziehen. Umso wichtiger sind aber die eigentlichen Vorzeichen, unter denen das Leben steht. Ausgehend von jeweils einem Psalm pro Sonntag als geistlichen Impuls ist der Besucher eingeladen, sein eigenes Leben und seinen eigenen Weg zu betrachten. Die Lectio Divina als Methode des Lesens, Hörens und Suchens will einen achtsamen Zugang zu biblischen Texten ermöglichen, in denen man Gott im Wort begegnen kann.

Das Sammeln gelingt durch aufmerksames, wiederholtes Lesen des jeweils ausgelegten Psalms. Die Begegnung mit dem Text wird auch als „meditatio“, Bedenken, bezeichnet: Gott spricht mich an. Was will Gott mir durch diesen Text sagen? Der dritte Schritt ist ein Weitergehen. Dies geschieht durch das Beten und Handeln. Das Wort Gottes wird in den Alltag mitgenommen. Leben, Denken und Handeln wird davon berührt.

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Unterstützt wird dieser Prozess jeden Sonntag mittels digitaler Bild- und Wortpräsentationen im Altarraum, die, begleitet von besinnlicher Musik, Anstöße und Hilfen bei der Reflexion und ihrer Übertragung auf die Gegenwart geben. Ansprechpartner sind immer vor Ort. Die Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden. Eine Teilnahme ist zu jedem Zeitpunkt möglich, die Dauer des Aufenthalts bestimmt jeder selbst.

Auftakt am 28. Februar

Die vier Psalmen stehen jeweils unter einem eigenen Schwerpunkt. In Psalm 116 geht der Betrachter aus tiefer Not und Einsamkeit bis hin zum Dank und Vertrauen auf Gott. Thema dieses Auftaktpsalms am Sonntag, 28. Februar, ist: „Gott hört auf mich“. Leitfragen sind hier: Kann ich mich in Not- und Krisensituationen an Gott wenden? Geben wir dem Dank für Gottes Wirken genügend Raum?

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Am Sonntag, 7. März, betrachtet in Psalm 19 das Hören auf Gott und auf seine Weisung. In der dritten Woche wird mit Psalm 137 nach Gerechtigkeit gefragt. Trauer, Verzweiflung, Wut – der Wunsch nach Rache konfrontiert mit den dunklen Gefühlen, die sich in Menschen breitmachen können, wenn keine Hoffnung mehr ist. Die Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten sowie ein möglicher Umgang damit stehen im Vordergrund.

Psalm 51 als Abschluss

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Den Abschluss bildet Psalm 51 mit der Bitte um Vergebung und Neuschaffung. Jeder Mensch ist verstrickt in Zusammenhänge von Unheil und Schuld. Voll Vertrauen kann sich der Mensch an Gott, dem Barmherzigen, wenden. Fragen wie: „Kenne ich Situationen, in denen das Gute unendlich weiter weg zu sein scheint als das Böse?“ werden gestellt. Aspekte wie Trauer, Vergebung und neues Leben beenden die Vorbereitung auf Ostern hin.

So führen die sonntäglichen Psalmen wie ein kleiner Wegweiser durch die Fastenzeit und bilden einen Rahmen für die Vorbereitung auf Ostern hin. Auch Jesus betete in vielen Situationen des Lebens mit den Worten der Psalmen, bis hinein in seine Todesstunde.

Daher bietet sich für die Besucher die Möglichkeit, in diesem offenen Angebot an einer uralten und bewährten Tradition teilzuhaben, die bis heute nichts an seiner Bedeutung, Chance und Aktualität verloren hat. red