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Exkursion - Exkursion des Leistungskurses Geschichte

Gedenken an die Opfer

Von 
red
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Die Exkursion des LK Geschichte am Goethe-Gymnasium führte unter anderem zum Gedenkstein zur Erinnerung an die Opfer der Kirchbergmorde. © Schule

Bensheim. Alle Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte am Goethe-Gymnasium hatten schon einmal von dem mörderischen Treiben der NS-Schergen kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner in Bensheim gehört.

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Nun bekamen sie aber einen tieferen Einblick in die letzten drei Tage, die vielen unschuldigen Opfern zur Freiheit fehlten. Die Tutorin des Kurses, Judith Grön, begann die Exkursion am Amtsgericht und zeigte Bilder aus dem Büchlein: „3 Tage fehlten zur Freiheit“ von Fritz Kilthau und Peter Krämer, die noch das damalige Gefängnis zeigen, in dem Menschen jüdischer Herkunft, Kriegsgefangene, Sozialdemokraten, Kommunisten und andere missliebige NS-Kritiker unter schlimmsten Bedingungen gefangengehalten wurden.

Die Schicksale einzelner damals zur Erschießung geführter Delinquenten rückten in den Fokus der Schüler und wurden so persönlich greifbar. Auch wenn es nur schwer nachvollziehbar ist, welche Ängste die Menschen durchgemacht haben müssen, sei es ganz wichtig, diese regionalgeschichtlichen Ereignisse bewusstzumachen.

Auch die Erschießung der drei jungen deutschen Soldaten wegen Fahnenflucht am ehemaligen Bensheimer Wasserwerk wurde in den Unterrichtsgang einbezogen. Damals mussten mehr als 100 Soldaten und auch Bensheimer Bürger der Erschießung beiwohnen. Das jüngste Opfer, Hans Richard Fuchs, war gerade einmal 17 Jahre alt geworden.

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Die angehenden Abiturienten waren einvernehmlich der Meinung, dass es gerade in einer Zeit, in der die Verbrechen der Nationalsozialisten als „Vogelschiss der deutschen Geschichte“ verharmlost werden, besonders wichtig ist, das Gedenken an die Opfer dieser brutalen Zeit aufrechtzuhalten. 

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