Kommunalpolitik - Letzte Sitzung des Ortsbeirats Zell in dieser Legislaturperiode / Viele Themen für das neu zu wählende Gremium Ferienspiele, Zebrastreifen, Seniorentreff

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js
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Der Ortsbeirat Zell – hier die Symbolfigur des Bachschissers im Schnee – tagte zum letzten Mal vor der Wahl. © Neu

Zell. Die 20. und letzte Sitzung des Ortsbeirates Zell in der am 31. März zu Ende gehenden fünfjährigen Amtsperiode leitete der stellvertretende Ortsvorsteher Jens Gehron, da Ortsvorsteher Hans-Peter Ott entschuldigt war. Das Zeller Gremium tagte auch als letztes im Reigen der Ortsbeiräte, die aufgrund der Besetzung des Ortsgerichts Bensheim I in der letzten Sitzungsrunde nochmals tätig werden mussten.

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Dem neuen Ortsbeirat – bis auf Klaus Schäfer kandidieren alle Ortsbeiratsmitglieder – vorbehalten bleibt die Festlegung des Ferienspielprogramms gemeinsam mit den örtlichen Vereinen. Jens Gehron informierte, dass die Zeller Ferienspiele, abhängig von der Entwicklung der Pandemie, auf die fünfte Ferienwoche vom 16. bis 20. August festgelegt wurden. Darauf und auf den Anmeldeschluss am 28. Februar wurden die Zeller mit einem Flyer aufmerksam gemacht.

Bezüglich der von ihm in der Oktobersitzung gemeldeten Einleitung von Schmutzwasser über den Regenwasserkanal in den Meerbach informierte Gehron über ein Schreiben des Zweckverbandes KMB. Darin wird auf die im vergangenen Jahr im Rahmen der Eigenkontrollverordnung durchgeführte Kanalinspektion verwiesen. Danach gebe es im Regenwasserkanal lediglich zwei Anschlüsse, durch die eine eventuelle Einleitung möglich wäre. Dies werde überprüft und im Falle eines Fehlanschlusses würden weitere Maßnahmen ergriffen. Der KMB werde mit einer Pressemitteilung erneut darauf hinweisen, dass in Hof- und Straßeneinläufe kein Schmutzwasser eingeleitet werden darf.

Im Ortsbeirat geht man davon aus, dass der für 28. März beziehungsweise alternativ für 18. April vorgesehene Seniorennachmittag in der gewohnten Form nicht möglich sein wird. Für das Gremium stellte sich die Frage, ob man die weitere Pandemieentwicklung abwartet und die Veranstaltung auf den frühen Sommer verschiebt oder ob es ein Alternativangebot geben soll. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, durch den Ortsbeirat von der Vetters Mühle Kuchen zu besorgen und diesen den Senioren nach Hause zu bringen. Das wäre „zumindest eine Geste“, so Reinhard Brenschede und besser als nichts.

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Ein ebenfalls angedachtes Treffen im Freien könnte hinsichtlich der verfügbaren Sitzgelegenheiten und der Unwägbarkeit des Wetters ein Problem werden, gab Gehron zu bedenken. Man wird in der neuen Amtszeit darüber entscheiden. Ebenfalls ein Thema für den neuen Ortsbeirat wird die Verkehrssituation vor dem Dorfgemeinschaftshaus sein. Es geht darum, Lösungen zu finden, wie man die Aufmerksamkeit der Autofahrer für den Zebrastreifen erhöhen kann.

Immer wieder falle die wenig vorhandene Bereitschaft zum Anhalten der Autofahrer auf. Auch meinte Robert Volk, dass in Zell mehr Zebrastreifen guttäten, insbesondere im Bereich der Bushaltestellen, wo Kinder oft die Straße querten.

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Zu Beginn der Sitzung hatte der Ortsbeirat in einer kurzen Gedenkminute dem kürzlich verstorbenen Ernst-Peter Götzinger gedacht. Gehron erinnerte an den unermüdlichen Einsatz des einstigen Ortsbeiratsmitglieds und die unzähligen Grenzgänge, bei denen Götzinger für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt habe. Auch darüber hinaus sei er immer ansprechbar gewesen, wenn man etwas benötigt habe. Mit einem gemeinsamen Nachruf von Ortsbeirat und Zeller Vereinen am Samstag im Bergsträßer Anzeiger werde man den Verstorbenen würdigen. js