Traditionsfest - Am Wochenende wurde ausgiebig Jubiläumskerb gefeiert / Festzug als Höhepunkt Fehlheim feiert mit viel Elan

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cf
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Fehlheim. Die „Fählemer Kerb“ stand ganz im Zeichen des 175. Jubiläums der Kirchweihe. Vom 23. bis 26. August wurde in Fehlheim ausgiebig gefeiert. Das Kerwekomitee und alle beteiligten Vereine hatten bereits im Vorfeld einiges zu tun. Erneut war das Kerwedorf auf dem Juxplatz das Zentrum der Kerb.

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Am Sonntagnachmittag zog der Festzug durch Fehlheim und stellte damit einen Höhepunkt am Kerwewochenende dar. Vorweg der Traktor mit dem Kranz, gefolgt vom Wagen mit Kerwevadder Martin Brunnengräber und Mundschenk Daniel Müther samt Gefolge. Musikalische Abwechslung boten der KKMV Sankt Bartholomäus und die Guggefetzband Roabdigalle, die mächtig Stimmung machten.

Zugteilnehmer in alten Gewändern sowie im schwarzen Anzug und mit Zylinder ließen eine längst vergangene Zeit wieder aufleben. Immer wieder flogen Süßigkeiten und sogar kleine verpackte Portionen Eis. Auf dem Wagen der VfR-Jugend ging es hoch her. Der VfR Fehlheim mit unter anderem Tischtennisspielern und Fußballjugend machte auf sein sportliches Angebot aufmerksam, und die gute Laune beim Gesangverein Harmonie Fehlheim war ebenfalls nicht zu übersehen.

Bei den Kerwevereinen aus Langwaden und Zell wackelte im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte, die sie auf ihre jeweiligen Hänger gebaut hatten. Für die Kerwejugend aus Landwaden war der Kerwezug in Fehlheim die letzte Möglichkeit, für das eigene Fest die Werbetrommel zu rühren. Auch die Rodauer Nachbargemeinde hatte einen Wagen, und sie grüßten damit die Kerbgesellschaft in Fehlheim.

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Knatternd kam der Wagen der „Fliescher Airlines“ daher und auch der Fahrer dieses urigen Gefährts zog alle Blicke auf sich. Die Fehlheimer Feuerwehr nutzte die Kerb, um bei der Gelegenheit für Nachwuchs zu werben: „Sei dabei“, so ihre Einladung für die Jungen. Viel Engagement und Ausdauer legten zudem Kinder und Erzieherinnen der Kita an den Tag, die ebenfalls fröhlich mitmarschierten. Am Ende versammelten sich alle im Kerwedorf auf dem Juxplatz. Kerwevadder Martin Brunnengräber hisste den Kranz. Die Reihen auf dem Platz waren gut besetzt, als Kerwevadder Brunnengräber und Mundschenk Müther eintrafen. Bevor sie mit der Rede loslegten, sorgten die Roabdigalle noch einmal für Stimmung.

Schlüssel vergessen, Auto geklaut

„Vor 175 Jahren wurde ein Projekt begonnen, das den Fehlheimern ist gut bekommen“, stellte der Kerwevadder am Anfang fest. Danach beschrieb er das Schicksal eines jungen Autofahrers, der glatt vergaß, nach dem Parken den Schlüssel abzuziehen. Ziemlich irritiert muss er wohl gewesen sein, als das Auto, wen wundert es, am Ende geklaut wurde.

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Doch der Pechvogel hatte Glück im Unglück und ein paar Tage später stand das Auto auf einem Parkplatz in Bensheim, wo er es wieder abholen konnte. Jockel hatte gleich zweimal Pech. Einmal erwischte es ihn bei Bauarbeiten und ein anderes Mal flog er beim Radfahren im hohen Bogen über die Schranke.

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Einstecken musste am Sonntag aber auch die Bensheimer Verwaltung. Wieder einmal ging es um das Thema Neubaugebiet. Erneut traf es das Rathaus in Verbindung mit dem Haus am Markt. Freie Sicht auf Sankt Georg, so die klare Ansage von Kerwevadder Brunnengräber. Sankt Georg brauche kein Haus davor, im Gegenteil, ein „echter“ Marktplatz habe doch ohne störenden Vorbau viel mehr Charme, so die Botschaft.

„Der Platz ist ohne Haus schöner wie nie“, ergänzte er und auch dafür erntete er vom Publikum unüberhörbare Zustimmung. Im Anschluss an seine Rede stieg der Kerwevadder auf die Leiter und weihte den Kranz mit Wein ein. cf