Marktplatz - Liberale erinnern daran, dass die Wählergemeinschaft in der Koalition das Verfahren mitgetragen hat FDP verwundert über Aussagen der BfB

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red
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Bensheim. Mit Verwunderung hat die FDP die Verlautbarungen der BfB zur Kenntnis genommen, wonach diese den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Thema Marktplatzbebauung nicht akzeptieren und ein so genanntes Bürgerbegehren initiieren wolle.

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Die BfB befinde sich nun nicht mehr in der von ihr fast vier Jahre lang „eisern gelobten Koalition“ mit CDU und GLB und wolle das von ihr noch bis vor kurzem vollständig mitgetragene Verfahren und den am 13. Februar demokratisch zustande gekommenen Mehrheitsbeschluss von CDU und SPD, den man nach Auffassung von FDP-Fraktionsvorsitzendem Holger Steinert bedauern und für falsch halten könne oder auch nicht, „nicht akzeptieren“.

Wäre die BfB noch in der Koalition, hätte sie das alles weiterhin genauso mitgetragen, wie die GLB, und hätte nicht im Traum daran gedacht, einen vor kurzem getroffenen Mehrheitsbeschluss zu konterkarieren und mit einem Bürgerbegehren, das wegen einer notwendigen Zweidrittelmehrheit im Stadtparlament keine Chance zur Beauftragung habe, rückgängig zu machen, ist sich -Stadtverordneter Jascha Hausmann sicher. Zudem hatten und haben nahezu alle Fraktionen, ähnlich wie die verschiedenen Interessensgruppen der Bevölkerung, unterschiedliche Vorstellungen zur Marktplatzbebauung, so habe die BfB schließlich auf Öffnung für einen zweigeschossigen Bau gedrängt, die FDP sich mit einem einstöckigen Bau auseinandergesetzt und andere gerne gar keine Bebauung gehabt.

„Die BfB, der Bensheim und seine Steuerzahler in erster Linie das Millionengrab Bürgerhausdesaster zu verdanken haben, versuchen sich jetzt auch hierbei in Szene zu setzen und eine weitere Verzögerung des Projekts zu erreichen, nicht zuletzt um das Thema am Kochen zu halten und darüber hinwegzutäuschen, das sie einer der Hauptverantwortlichen für die unselige Entwicklung beim Thema Haus am Markt ist“, meint Stadtverordneter Tobias Fischer. Im Hinblick auf die Kommunalwahl versuche die BfB nun ihre unrühmliche Rolle beim Thema Haus am Markt vergessen zu machen, indem sie sich zum Retter des vermeintlichen Bürgerwillens aufschwinge. Wenn überhaupt, dann müsse eine von den Parteien und Fraktionen unabhängige Gruppe ein Begehren anstreben.

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„Die FDP-Fraktion ist nicht bereit, das Spielchen mitzumachen, auch oder gerade weil wir von Beginn an sowohl den Abriss als auch das durchsichtige Bürgerbeteiligungsverfahren mit dem von der Rathausspitze bezahlten Moderator nicht mitgetragen haben und weil sich Franz Apfel dabei in seiner bekannten Art als Initiator dieser Aktion hervortue und weiter hervortun werde“, so Fraktionsvorsitzender Holger Steinert. red