Weiherhaus: FDP fordert Stadionöffnung

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red
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Bensheim. In keiner Weise nachvollziehbar ist der Schritt der neuen Bensheimer Bürgermeisterin Christine Klein, den Sport- und Freizeitkomplex Weiherhaus nach einer Reihe von sicherlich scharf zu verurteilenden Sachbeschädigungen vollständig und noch dazu mehrere Wochen bis mindestens Mitte März für Individualnutzer zu schließen und diese damit komplett auszuschließen, meint die FDP in einer Pressemitteilung.

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„Zum einen halten wir es für falsch, aufgrund des Fehlverhaltens einiger weniger mit einer Pauschalmaßnahme quasi alle Individualnutzer zu bestrafen, statt gezielter mit den Ordnungskräften, die zurzeit vielleicht an anderen Stellen besonders in der Innenstadt weniger wichtige Aufgaben wahrnehmen, zu bestreifen oder das Gelände zumindest nur für die Nachtstunden zu schließen, dann aber trotzdem zu kontrollieren,“ betont Fraktionsvorsitzender Holger Steinert.

Mehr Schäden befürchtet

Zum anderen würde durch die Maßnahme die Wahrscheinlichkeit für Sachbeschädigungen eher noch erhöht. Gerade junge Mitbürger ließen ihrem Frust eventuell verstärkt freien Lauf und könnten weitere Sachbeschädigungen dort oder an anderen Stellen im Stadtgebiet begehen – statt sich in dieser sowieso äußerst schwierigen Corona-Lockdown-Zeit an der frischen Luft und außerhalb der eigenen vier Wände zu bewegen, zu sehen und sportlich zu betätigen, wenn auch eingeschränkt und im Sinne des Individualsports.

Die FDP-Fraktion fordert Christine Klein deshalb auf, ihren „mehr als fragwürdigen Schnellschuss“ zu revidieren, das Weiherhaus umgehend wieder für alle Nutzergruppen zu öffnen und gezielt nach den Verantwortlichen für die Sachbeschädigungen suchen zu lassen. red