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Goethe-Gymnasium

Empfang im Festsaal des Rathauses von Brisighella

Begegnungsfahrt nach Italien konnte nach zweijähriger Pause wieder stattfinden

Von 
red
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Das Goethe-Gymnasium in Bensheim pflegt einen Austausch mit der italienischen Gemeinde Brisighella. Nach zweijähriger Pause konnten jetzt wieder Schüler nach Italien fahren – und wurden dort im Festsaal des Rathauses empfangen. © Schule

Bensheim. Es war ohne Frage eine besondere Ehre – und 35 Jugendliche waren sofort mucksmäuschenstill: Im Festsaal des historischen Rathauses von Brisighella (Italien) wurden die Schülerinnen und Schüler des Bensheimer Goethe-Gymnasiums und ihre Lehrer von der Stadtregierung empfangen.

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Brisighella, das in der Emilia-Romagna malerisch unter drei Hügeln liegt, ist zwar mit Zwingenberg verschwistert, aber das benachbarte Goethe-Gymnasium pflegt seit inzwischen über zehn Jahren einen lebhaften Austausch mit der Gemeinde, die als eine der schönsten Italiens gilt.

Dezernent Gian Marco Monti dankte den „professori“ Martina Limp, Ute Ritter und Rudolf Wein ihre traditionell gewordene Begegnungsfahrt nach einer erzwungenen zweijährigen Pause durch die Pandemie trotz weiter bestehender Schwierigkeiten mit gleich drei Schülerjahrgängen wieder aufgenommen zu haben, und betonte die Bedeutung dieser „aktiven Präsenz“ für die Region selbst.

Einzigartige Partnerschaft

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„Die langjährige Zusammenarbeit stellt einen wichtigen Teil des Weges dar, den Deutschland und Italien auf dem europäischen Kontinent dabei sind zu gehen, um eine einzigartige, echte Gemeinschaft aufzubauen,“ würdigte die Urkunde im Goldrahmen, die der Tourismusverband Proloco Brisighella eigens für das Goethe-Gymnasium hatte anfertigen lassen. Dessen Vorsitzende Valeria Benini und Ugo Forghieri sowie Altbürgermeister Cesare Sangiorgi nahmen sich immer wieder Zeit für die jungen Bensheimer und begleiteten deren fünftägigen Aufenthalt persönlich mit.

Dieser führte die Gruppe jeweils einen Tag ins Weltkulturerbe nach Ravenna und nach Florenz, aber auch nach Marzabotto, wo im September 1944 SS-Truppen ein Massaker verübt hatten, dem 770 Zivilisten zum Opfer fielen.

Wehmütig folgten „die Goethis“ einer Einladung der Nonnen ins Kloster Fognano, wo alle Schülergruppen in den Vorjahren übernachten durften, was nach einer Entscheidung des Vatikans nun nicht mehr möglich ist. Auch ein Petitionsschreiben des Goethe-Gymnasiums an den zuständigen Bischof hatte nichts bewirken können. Über diese traurige Tatsache tröstete Priorin Suor Marisa mit Gastfreundschaft und eigens selbstgemachtem Eis hinweg.

Eine mitreißende Partie Basketball in gemischten Teams mit den Könnern des Inklusionssports „Baskin“ von Trainer Hassan Jama war der Höhepunkt zum Abschluss des Austausches, der schon im Herbst mit einem Sportprojekt fortgesetzt wird. red

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