Ortsbeirat Gronau: Dreistündiger Grenzgang mit Zwischenrast am wieder errichteten "Mathildentempel" Diskussion um Höhe der Anliegerkosten

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Gronau. Der östliche Gemarkungsteil war am Sonntag Ziel des alljährlichen Grenzgangs in Gronau. Der Ortsbeirat hatte dafür wieder zahlreiche Interessierte sowie Stadtrat Bernhardt Wahlig gewinnen können, die sich bereits am frühen Vormittag am Römer trafen und auf den rund dreistündigen Weg machten.

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Auf der Märkerwaldstraße ging es zunächst ostwärts zum Höhenweg in Richtung Reichenbach. Entlang des alten Grenzweges zwischen Gronau und Knoden stießen vor allen die markanten Grenzsteine mit dem "K" für Knoden auf der einen und dem "G" für Gronau auf der anderen Seite auf.

Von Wibke zerstört

Eine Zwischenrast legte die Gruppe am "Mathildentempel" ein, wo der Ortsbeirat einen Imbiss vorbereitet hatte. Außerdem war eine Bilddokumentation vom Wiederaufbau der Schutzhütte vorbereitet worden. Der "Mathildentempel" war 1994 beim Wirbelsturm Wibke zerstört und vom Freundeskreis Gronau - Pfaffenhofen wieder aufgebaut worden.

Wer am Sonntag keine Gelegenheit hatte, sich die bebilderte Dokumentation anzuschauen, hat dazu jeden Dienstag von 19 bis 20 Uhr in der Stadtteil-Dokumentation im alten Rathaus Gelegenheit.

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Bestens gestärkt begaben sich die Grenzgänger dann durch den Aspenforst an der Förster-Weiß-Quelle vorbei zurück nach Gronau. Endstation des Grenzgangs war traditionell das Sportlerheim der SG Gronau, wo Ortsvorsteher Peter Jenal nach einer kleinen Mittagspause den zweiten Teil der Ortsbeiratssitzung eröffnete.

Bezüglich des Grenzgangs gab es außer dem Hinweis, dass es eine schöne Tour gewesen sei, keinen weiteren Diskussionsbedarf. Umso intensiver wurden die Sanierung der Märkerwaldstraße und die bei Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser erhobene Kaution debattiert. Bezüglich der Märkerwaldstraße ging es vor allem auch um die anfallenden Anliegerkosten. Hier kursieren offensichtlich unterschiedliche und vor allem recht hohe Beträge im Ort. Differenziert betrachtet wurde die Kaution im Zusammenhang mit der Gebührenordnung für die Dorfgemeinschaftshäuser.

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Um einmal dem Anspruch gerecht zu werden, mögliche Schäden dann auch regulieren zu können, aber andererseits gerade ehrenamtlich tätige Vereine nicht über Gebühr zu belasten, wurde die Möglichkeit einer Veranstaltungshaftpflicht vorgeschlagen und soll nun geprüft würden.

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Hingewiesen wurde von Ortsbeiratsmitglied Stefan Hebenstreit auf die die neue Internetseite des Ortsbeirates. Im Stadtgebiet von Bensheim sei Gronau der erste Ortsbeirat mit eigener Seite. Zwar könne man sich die Frage stellen, warum eine eher kleine Dorfgemeinschaft wie Gronau ("wir schwätze miteinander") eine Internetseite brauche, doch sieht Hebenstreit dieses Angebot insbesondere als Informationsquelle für Neubürger, die noch nicht über die notwendigen Kontakte verfügten. Einsehbar ist die Seite unter www.ortsbeirat-gronau.de. Schon seit längerer Zeit ist das Bildmaterial der Stadtteil-Dokumentation im Netz zu betrachten. js