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Innenstadt-Gestaltung

Der Marktplatz als Erlebniszone

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Wir, zwei Mitwirkende des PiPaPo Theaters – Carolin Banasak-Richter und Rainald Methlow – haben uns Gedanken darüber gemacht, wie der Bensheimer Marktplatz mit einem Forum für Schauspiel und Musik von einer „Ruhezone“ dauerhaft in eine Erlebniszone verwandelt werden könnte.

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Die neu gewonnene Weite des Marktplatzes mit der Kirche an der Spitze soll durch eine Treppenkonstruktion unterstrichen werden, die gleichzeitig die imposante Kirche betonen soll. Das Motto soll lauten: mehr Toskana, weniger Biedermeier.

So stellt sich Carolin Banasek-Richter den Marktplatz vor. © privat

Wie könnte also eine solche Treppe aussehen und wie könnten Stufen, die in der Regel mehr als Hindernis gelten, zum Betreten einladen? Nach unseren Vorstellungen sollte eine solche Treppe sowohl das tägliche Marktplatztreiben beleben wie auch kulturellen Anlässen dienen. Dies wäre möglich, wenn man eine Treppe in Richtung des Portals von Sankt Georg mit einer Terrassenkonstruktion kombiniert.

Die einzelnen Terrassenstufen sollten demnach eine Tiefe von mindestens 1,50 Meter haben, damit dort eine Vielzahl kleiner Tische für 2 Personen, flankiert mit den dazugehörigen Stühlen aufgestellt werden können. Menschen, die sich dort niederließen, könnten von einem angrenzenden gastronomischen Betrieb mit kleinen Speisen und Getränken bedient werden, während sie zu den gegebenen Zeiten dem Glockenspiel der Kirche lauschen. Für einen solchen Betrieb wäre im Osten der Treppe, parallel zur bestehenden Bebauung Platz für ein kleineres Gebäude, das in Ost-West-Richtung ausgerichtet sein müsste.

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Eine der wichtigsten Funktionen der Terrassen wäre es aber auch, bei kulturellen Open-Air-Veranstaltungen wie etwa Konzerten oder Theateraufführungen zu Fuße der Anlage Zuschauern Platz zu bieten, die dann bei einem Gläschen Wein von den Terrassen herab die Auftritte verfolgen könnten, wenn die Sonne am frühen Abend hinter der westlichen Bebauung des Marktplatzes versunken ist. Die Bühne für diese Auftritte müsste natürlich variabel auf- und abbaubar sein. Die Bühnenteile könnten sogar unter der Treppenkonstruktion gelagert werden.

Durch die Skizze von Carolin Banasek-Richter kann die Kombination der mittigen Treppenanlage hoch zum Portal von Sankt Georg mit der links und rechts angrenzenden, tiefgestaffelten Terrassenanlage vorstellbar werden.

Nach unseren Vorstellungen sollte die Optik der Anlage auch mit Hilfe einer auf den Terrassen seitlich aufsteigenden Beleuchtung mit hübschen Straßenlaternen und einer Begrünung aufgelockert werden.

Die heutigen Innenstädte könnten nach Meinung vieler Fachleute nur vom Siechtum bewahrt werden, wenn sie zu einer Erlebniszone mit Kunst, Kultur und Handel umgewandelt und zu einer Stätte der Begegnung werden. Vor diesem Hintergrund könnte die Idee einer Treppen- und Terrassenanlage vor St. Georg für Bensheim ein wesentlicher Schritt in diese Richtung sein.

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Carolin Banasek-Richter,

Rainald Methlow, Bensheim

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