Landwirtschaft - Rinderherde grast aktuell in Schwanheim Chiara hat lebenslanges Weiderecht

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tn
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Chiara ist eine Kuh mit besonderer Geschichte und ziemlich neugierig – in Schwanheim grast eine Herde mit 15 Tieren auf sechs Hektar Weideland. © Neu

Bensheim. Wer in den vergangenen Wochen mit dem Fahrrad durch die Felder zwischen Bensheim und Schwanheim gefahren ist, dem ist es bestimmt schon aufgefallen: Es gibt tierischen Zuwachs in der Gemarkung.

Sechs Hektar Weideland

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Eine Rinderherde mit aktuell 15 Tieren grast auf einer Weide der Familie Schweickert. Im August 2019 hatte die Familie begonnen, die neue Weide neben ihrer Halle einzuzäunen. Auf sechs Hektar Weideland lebt die Herde, die bis auf 30 Tiere anwachsen soll. Die Weide wurde in vier gleich große Parzellen eingeteilt, die abwechselnd von den Tieren beweidet werden. Bis Ende des Jahres wird das Winterquartier für die Tiere voraussichtlich fertiggestellt.

Eine Besonderheit ist eine Kuh, die auf den Namen Chiara hört und bei Familie Schweickert „lebenslanges Weiderecht“ genießt, ohne je geschlachtet zu werden.

Der Grund: Chiara erblickte das Licht der Welt im Freilichtlabor Lauresham in Lorsch. Sie gehört zur dritten Generation des Versuchs, ein dem Auerochsen ähnliches Rind zu züchten.

Mit der Flasche groß gezogen

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Das Neugeborene wurde von der Mutterkuh abgestoßen und musste mit der Flasche groß gezogen werden. Das übernahm Ina Fleck, die ihr freiwilliges ökologisches Jahr in Lorsch absolvierte.

Hier schließt sich der Kreis zur Familie Schweickert, denn Inas Freund ist Christoph Schweickert. Die Schwanheimer Familie kaufte das Rind und schenkte es der jungen Frau. Jetzt grast die Lorscher Kuh als Teil der neuen Herde in Schwanheim und traute sich als Einzige ganz nah an das Objektiv unseres Fotografen.

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Im Hintergrund sind auf dem Bild neben Ina Fleck die Brüder Christoph und Mark Schweickert mit Vater Jörg zu sehen. tn