Kommunalwahl - Glasfaserkabel sollen überall verlegt werden CDU: Schnelles Internet in der ganzen Stadt

Von 
red
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Bensheim. Eine schnelle Internetverbindung ist für viele unverzichtbar. Im Homeoffice wird sie ebenso gebraucht wie vor allem von Büros und Gewerbebetrieben. Auch für Unterhaltung und Freizeit muss ein leistungsstarkes Netz verfügbar sein.

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Die CDU will für Breitbandanschlüsse in der gesamten Stadt sorgen. „Unser Ziel ist, dass Glasfaserkabel in allen Straßen in Bensheim verlegt werden. Vor allem wollen wir Lücken schließen, damit hohe Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung überall möglich sind,“ sagt Stadtverordneter Maximilian Gärtner. „Für uns gehört schnelles Internet zu einer modernen, zukunftsgerichteten Infrastruktur.“

Die CDU will sich für schnelles Internet in Bensheim einsetzen. © dpa

Weil bislang nicht in allen Bereichen der Stadt eine zufriedenstellende Anbindung besteht, setzen die Christdemokraten auf die Möglichkeiten neuer Technik. Konkret haben sie solche Verfahren im Blick, bei denen Kabel in geringer Tiefe verlegt werden. Diese sind vergleichsweise kostengünstig, weder wird der Bodenbelag großflächig geöffnet noch ein Graben ausgehoben.

Mit dieser realistischen Option für eine Umsetzung will die CDU die Initiative ergreifen, damit die Stadt zusammen mit einem Versorgungsdienstleister das Glasfasernetz ausbaut. Zügig soll dies nach ihrer Vorstellung umgesetzt werden, um der Nachfrage zu entsprechen. In den Wohngebieten, die aktuell neu in Bensheim entstehen, ist Breitband der Standard.

Investitionen in die Schulen

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Auch die Schulen werden angeschlossen, sie haben schon oder erhalten in Kürze einen schnellen Internetzugang. Gleichzeitig arbeitet der Kreis daran, die Gebäude mit flächendeckendem WLAN auszustatten, damit Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Endgeräte benutzen können. Kräftig wird in die Ausstattung investiert: Laptops, interaktive Beamer und Smartboards sind in den Klassenzimmern der hiesigen Schulen im Einsatz.

Als Chance sehen die Christdemokraten die Digitalisierung ebenfalls für die Stadtverwaltung. So sollen Dienstleistungen einfacher und zügiger erreichbar sein, möglichst orts- und zeitunabhängig in Anspruch genommen werden können. Damit lässt sich der Service für die und Bürger verbessern.

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„Wir wollen erreichen, dass Anträge von zu Hause aus gestellt werden können. Von der Möglichkeit, online mit dem Rathaus in Kontakt zu treten, profitieren sowohl Privatperson als auch Unternehmen“, erklärt Stadtverordnete Christine Deppert. „Denkbar ist, sich über Videochat mit einem Ansprechpartner zu verbinden oder über das Internet einen Termin zu vereinbaren.“

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Dies soll die vorhandenen Angebote – vor allem das Bürgerbüro in der Stadtmitte – nicht ersetzen, sondern ergänzen. Möglich bleiben müsse die persönliche Beratung. Doch wird aus Sicht der CDU die Nutzung der digitalen Form in Behörden stark zunehmen. Auf kein Verständnis stößt bei der Union die Haltung anderer Fraktionen, die in den letzten Jahren noch zusätzliche Ausstattung für die Verwaltung – beispielsweise Server oder Software – kritisiert und abgelehnt haben. Hier sei es falsch zu sparen, zumal sich unter anderem durch elektronisches Dokumentenmanagement langfristig die Arbeit effizienter gestalten lässt.

Digitalisierung im Rathaus

Vielmehr müsse in nächster Zeit deutlich mehr investiert werden. So sei mehrheitlich und mit den Stimmen der Christdemokraten beschlossen worden, dass ein Ausweisterminal von der Stadt erworben wird. Inzwischen ist es an der alten Faktorei aufgestellt, dort können die Bensheimer ihre neu ausgestellten Ausweisdokumente sicher abholen – unabhängig von den Öffnungszeiten des Bürgerbüros. Ein Beispiel für neue technische Lösungen.

In verschiedenen Bereichen wird im Rathaus eine weitere Digitalisierung vorbereitet. Beim Standesamt kommt bereits ein Portal zum Einsatz, mit dem Urkunden digital ausgestellt werden. Beim Gewerbeamt können Meldungen elektronisch vorgenommen werden. Das Online-Elternportal „Little Bird“ hat die bisherige Anmeldung für die Plätze in der Kinderbetreuung abgelöst.

Der gesamte öffentliche Baubereich soll umgestellt werden. Hier streben mehrere Kommunen eine Zusammenarbeit an. Für ihre Projekte hat die Stadt eine finanzielle Förderung des Landes erhalten. Zudem sollen positive Effekte für die Beschäftigten erreicht werden, schreibt die CDU in ihrer Pressemitteilung.

Dazu zählen Arbeitsmittel auf dem aktuellen technischen Stand. Die Möglichkeiten für mobiles Arbeiten oder das Homeoffice sollten verbessert werden. Während sich die Kandidaten der CDU vorgenommen haben, auf Fortschritte bei der Digitalisierung zu achten und diese zu unterstützen, wurden gerade in den vergangenen Monaten schon Vorhaben vorangetrieben.

Thema Stadtmarketing

Das Stadtmarketing hat eine Internetplattform erstellt, die während des Lockdowns im vergangenen Jahr gestartet ist: Hier sind die Lieferdienste, die Einzelhändler und Gastwirte in Bensheim anbieten, aufgelistet. Im nächsten Schritt werde ein App erarbeitet. Es handelt sich um eines der Projekte des Bürgernetzwerkes, die von den politischen Gremien befürwortet wurden.

Die Christdemokraten hatten dieses auf ihrer Prioritätenliste genannt, wie der ehrenamtliche Stadtrat Oliver Roeder betont: „Wir stellen uns einen Online-Marktplatz vor, um die lokalen Läden in der Innenstadt durch einen gemeinsamen Internetauftritt zu unterstützen. Hier könnten die vielfältigen Angebote, die es in Bensheim gibt, abrufbar sein.“

Die neuen Seiten sollen in Kürze fertiggestellt werden. Neben einem

Überblick zu Einzelhandel, Gastronomie und Hotels wird die bestehende Plattform mit zusätzlichen Funktionen integriert und auch der Wochenmarkt digital dargestellt. Zudem werden Inhalte zum Tourismus und der Veranstaltungskalender enthalten sein. red