Diakonisches Werk - Irene Finger ist Ende des Jahres in Ruhestand gegangen / Tobias Lauer hat die Leitung übernommen 42 Jahre im Dienst der Diakonie

Von 
red
Lesedauer: 
Tobias Lauer ist neuer Leiter des Diakonischen Werks Bergstraße. Irene Finger tritt ihren Ruhestand an. © Diakonie

Bensheim. Irene Finger geht nach 42 Dienstjahren in der Diakonie, davon fünf Jahre als Leiterin des Diakonischen Werks Bergstraße, in den Ruhestand. Die Leitung des Regionalen Diakonischen Werks hat zum Januar ihr bisheriger Stellvertreter Tobias Lauer übernommen. Neue stellvertretende Leiterin ist die bisherige Verwaltungsleiterin Jutta Weller.

AdUnit urban-intext1

Mit einem festlichen Gottesdienst und Empfang in der Lampertheimer Domkirche wollte die Diakonie Hessen Irene Finger am 29. Januar würdevoll verabschieden und die neue Leitung in ihr Amt einführen. Wegen der aktuellen Lockdown-Bestimmungen wird diese Tradition ausgesetzt.

Diakonisches Werk Bergstraße

Das regionale Diakonische Werk hat derzeit 99 hauptamtliche und über 200 ehrenamtlich Mitarbeiter und unterhält im Kreis Bergstraße Hilfeangebote an den Standorten Bensheim, Lampertheim, Rimbach und Wald-Michelbach.

In den Arbeitsfeldern Gemeindepsychiatrie, Wohnungsnotfallhilfe, Beratungsdienste und Tafelarbeit erhalten durchschnittlich rund 3000 Menschen Unterstützung in besonderen Lebenssituationen.

Die Angebote sind für Ratsuchende kostenfrei und können von jeder Person in Anspruch genommen werden. Alle Anliegen werden vertraulich behandelt.

Detaillierte Informationen zu den Angeboten des Diakonischen Werks Bergstraße gibt es online unter: www.diakoniebergstrasse.de.

Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, würdigt Irene Finger stattdessen mit einem Dankesbrief für ihr großes Engagement, ihre Treue zur Diakonie und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu tragen.

„Mit beharrlichem Engagement“

„Irene Finger übernahm die Leitung 2015 in einer für das Diakonische Werk schwierigen Phase“, sagt Carsten Tag. „Mit beharrlichem Engagement und fachlicher Kompetenz ist es Irene Finger gelungen, das Diakonische Werk sehr gut strukturiert und an den Bedarfen der Menschen orientiert zu übergeben, Arbeitsfelder und Arbeitsplätze zu erhalten und die Qualität in den vielfältigen Beratungs- und Betreuungs- und Unterstützungsangeboten hochzuhalten. Dafür danken wir ihr sehr.“

AdUnit urban-intext2

„Das alles“, betont Irene Finger, „konnte nur gemeinsam mit den Mitarbeitenden gelingen. Wenn wir auch manchmal schwierige Phasen durchlebten, so hat es mir jederzeit auch Spaß gemacht, zusammen mit unseren fast 100 Mitarbeitenden soziale, diakonische Arbeit in der Region zu gestalten. Auf das bisher Erreichte können wir alle stolz sein.“

Tobias Lauer freut sich auf seine neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit seiner Stellvertreterin, der 52-jährigen Diplom-Betriebswirtin Jutta Weller, die bereits seit 2014 Verwaltungsleiterin des Diakonischen Werks ist.

Soziale Teilhabe als roter Faden

AdUnit urban-intext3

„Wir werden auch weiterhin eng zusammenarbeiten und so die gewohnte Kontinuität für unsere Klienten, Mitarbeitenden und Partner erhalten“, sagt Tobias Lauer. „In meinem bisherigen Berufsleben ist die Frage nach sozialer Teilhabe aller der rote Faden“, so Lauer. „Als christliches Werk der Diakonie und Träger sozialer Dienste ist es unsere Aufgabe, Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen dabei zu unterstützen, das eigene Leben selbstbestimmt zu organisieren und sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen. Wir wollen Betroffene zu Beteiligte machen.“

AdUnit urban-intext4

Zum Ende des letzten Jahres ist Irene Finger in Ruhestand gegangen. Sie startete ihr Berufsleben in der Diakonie Hessen bereits im Juli 1978 als Diplom-Sozialpädagogin, zunächst in der Region Wetterau, bevor sie von 1982 bis 2008 in Darmstadt-Dieburg und Darmstadt als Beraterin tätig war. Nach einer Weiterbildung im Bereich Management sozialer Organisationen und dem Aufbaustudium als Diakoniewissenschaftlerin ging sie 2008 für sieben Jahre als Referentin im Bereich Familie, Frauen, Jugend und Kinder in die Landesgeschäftsstelle der Diakonie nach Frankfurt am Main und wechselte 2015 zum Diakonischen Werk Bergstraße in die Leitung.

Wohnhaft in Lautertal

Der Schwerpunkt ihrer sozialarbeiterischen Tätigkeiten lag dabei in der allgemeinen Lebensberatung, der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie der Schuldnerberatung und Armutsprävention.

Seit 1. Januar steht nun der bisherige stellvertretende Leiter Tobias Lauer an der Spitze des Diakonischen Werks Bergstraße. Der 42-Jährige lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Lautertal. Der Diplom-Sozialpädagoge mit Weiterbildung im Management sozialer Organisationen ist seit gut 15 Jahren in der regionalen Diakonie beschäftigt. Vor seiner Zeit an der Bergstraße war er von 2004 bis 2019 in Darmstadt und Darmstadt-Dieburg tätig. Dort verantwortete er als Bereichsleitung die Arbeitsfelder Gemeinwesenarbeit, soziale Kommunalentwicklung, Flucht und Migration.

Jutta Weller lebt mit ihrem Ehemann in Seeheim-Jugenheim. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft war sie 21 Jahre in Bereich Großhandel und Industrie tätig, bevor sie 2012 die Verwaltungsleiterin im regionalen Diakonischen Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim und 2014 an der Bergstraße übernahm. red