Stadtfeste Warum soll es keine Kampagnen wie „Aufblühen“ geben?

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Es braucht Zeit, um die Vorschläge, die Herr Schimpf in der Haushaltsberatung vortrug, zu verdauen. Von der vorgeschlagenen Kampagne „Aufblühen“ hielt er nichts, wird berichtet. Die Aktion sollte nach Vorstellung der Kreativen im Kulturamt ähnlich wie die erfolgreiche Adventsaktion in Lorsch zu einem Zusammenhalt der Stadtgesellschaft und einer Stärkung des Zentrums in der Corona-Krise beitragen und Wochen vor dem üblichen Frühlingsmarkt beginnen. Lorsch brauche aber „nicht für jede Jahreszeit eine weitere Kampagne“, meinte Schimpf über die Idee, mit Blumensamen und Pflanztöpfen für gute Stimmung zu sorgen.

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Die vorgeschlagene Alternative, ein coronakonformes Konzept an bis zu vier Tagen zu veranstalten, klingt so, als habe sich bisher niemand der verantwortlichen Politiker in Lorsch überlegt, warum die bisherigen Feste auf größere Zeiträume gestreckt wurden. Es ist doch offensichtlich, dass in kürzeren Zeiträumen, zu denen gefeiert wird, mehr Menschen zusammenkommen als bei einer Veranstaltung über längere Zeiträume.

Die beiden bisherigen Veranstaltungen waren in den Augen vieler Besucher recht erfolgreich. Warum nicht eine weiter „Kampagne“ nach ähnlichem Muster? Hier machen es sich die Kommunalpolitiker etwas zu einfach. Ein Konzept, das bisher erfolgreich war ablehnen und ein anderes zu fordern, das dann auch noch coronakonform, aber auch gut und angemessen sein sollte, ist einfach, aber ich habe nichts davon gelesen, wie das alles zu vereinbaren wäre. Von kreativen Vorschlägen seitens der Politiker war zumindest nicht zu lesen. Die Umsetzung dürfen dann sicher die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung verantworten.

Roland Volk, Lorsch